Aubauer: Immer mehr 60plus begreifen Bildung als Lebenschance. Eine ganze Generation im Aufbruch!

Aubauer lädt Wirtschaft ein, umfassendes Potential zu nützen. Seniorenbund verteilt "Kopfnüsse!"-Buch an Mitglieder in ganz Österreich.

Wien (OTS) - 29\. Sep. 2014 - Bei der heutigen Seniorenbund-Pressekonferenz "Bildung im Alter: Lebenschance. Marktchance. Herzensanliegen." präsentierte Mag. Gertrude Aubauer, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und ÖVP-Seniorensprecherin im Nationalrat die aktuellsten Ergebnisse der Senioren-Studie 2014, die GfK-Austria im Auftrag des Österreichischen Seniorenbundes mit mehr als 1.600 Personen im Alter über 50 durchgeführt hatte und verknüpfte damit die themenrelevanten Forderungen des Österreichischen Seniorenbundes:

"Bildung ab 60 ist eine dreifache Win-Win-Win -Situation! Jede und jeder Einzelne profitiert durch Erhalt und Stärkung der sozialen Kontakte, durch die verbesserte Fähigkeit, den Alltag selbständig zu meistern und durch Bildung länger gesund und fit zu bleiben. Die gesamte Gesellschaft profitiert durch mehr gesunde Lebensjahre der Älteren, durch die Verhinderung oder zumindest das Aufschieben von Demenz-Erkrankungen und damit auch durch das Aufschieben oder Verhindern von Pflegebedürftigkeit. Und die Wirtschaft profitiert durch ein aktuelles Umsatzpotential von 250 Millionen Euro pro Jahr. Diese Chancen sollten wir gemeinsam nutzen! Ich lade die Wirtschaft ein: Heben wir diesen Schatz gemeinsam!"

SERVICE: Die gesamte Presseunterlage finden Sie hier:
http://www.seniorenbund.at/fileadmin/user_upload/Bildung_im_Alter__29
.09.2014.pdf

Orientierungskurse zum Pensionsantritt sollen helfen, Potential auszuschöpfen!

Aus den vorliegenden Daten ergeben sich, so die Bundesobmann-Stellvertreterin des Seniorenbundes, daher konkrete Forderungen:
"Orientierungskurse zum Pensionsantritt: Wie kann man aus Interessierten nun tatsächlich Kursteilnehmer machen? Wir schlagen dazu vor: Wer einen Pensionsantrag stellt, erhält in seiner Region ein kostenloses Angebot an Orientierungskursen: Einzelne Module informieren über altersgerechte Bildungsangebote in der Region, über Angebote zu gesunder Ernährung und altersgerechte Bewegung, über Angebote bei denen sich Senioren als Freiwillige beteiligen können und wo man Beratung zu Senioren-Themen erhält. Wer alle Module absolviert, erhält eine Belohnung (z.B. eine Gesundheitsanwendung oder einen Kursgutschein). So bringen wir Interessierte und regionale Anbieter gleich zum Pensionsantritt zusammen! Denn auch das Altern muss man lernen", so Aubauer zu einer Kernforderung des Seniorenbundes.

"Für Senioren, die eine vorzeitige Pension angetreten hatten und sich in der Senioren-Bildung ehrenamtlich engagieren, dürfen Reisekosten und Aufwandsentschädigungen nicht länger als Teil der Zuverdienstgrenzen zählen. Es gibt Ausnahmen für Schiedsrichter -diese müssen auch für Ausbildner und Pflegende gelten!", so Aubauer zum zweiten Forderungspunkt.

"Hinzu kommt der Zugang zu neuen Medien. Wir begrüßen daher die Breitband-Initiative der Bundesregierung. Diese kann nicht früh genug kommen und muss unbedingt auch Seniorinnen und Senioren aller Regionen an ein schnelles Internet bringen. Auch die Mobilität ist zu stärken - wie sollte man sonst zu den Kursen gelangen! Dies erfordert die Wiedereinführung der flächendeckenden Senioren-Ermäßigung in öffentlichen Verkehrsmitteln: Wer 60 Jahre alt ist und eine Pension erhält, sollte von der Ermäßigung profitieren. Der Umstand, dass Frauen, die mit 60 in eine Alterspension gehen, heute bis 61 auf die Ermäßigung warten, ist abzustellen. Die Ermäßigungen müssen auch für Bildungseinrichtungen wie Museen und Ausstellungen gelten", betont Aubauer zu wichtigen Punkten, die in direktem Zusammenhang mit der Bildung für Seniorinnen und Senioren stehen.

Zudem müsse der "Nationale Aktionsplan gegen Demenz" wie vereinbart bis Jahresende fertig erarbeitet werden, betont Aubauer. Die ÖVP-Seniorensprecherin begrüßt zudem die Verlängerung des kostenlosen Pflichtschulabschlusses für Erwachsene, das am Wochenende am Regierungsgipfel festgehalten wurde. "Man sollte allerdings bedenken, dass es auch 15 Prozent der über 60jährigen gibt, die eine Lese- und Schreibeschwäche aufweisen. Ihnen muss man ein niederschwelliges Angebot machen, damit sie ihre Selbständigkeit im Alter deutlich ausbauen können", so Aubauer abschließend.

Seniorenbund verteilt "Kopfnüsse!"-Buch an 32.000 Mitglieder in ganz Österreich

Der Seniorenbund, betont Aubauer, warte allerdings nicht darauf, dass andere aktiv werden, sondern trage selbst zur Bildung für Seniorinnen und Senioren aktiv bei. So werde aktuell das Buch "Kopfnüsse! Stärken Sie Ihr Gedächtnis!" an ausgewählte Seniorenbund-Mitglieder in ganz Österreich verteilt.

Dazu betont die Autorin des Buches, Christine Mitterlechner M.Ed.:

"Lernen ist zu einem lebensbegleitenden Thema geworden. Es ist heute auch ein Thema der 50jährigen bis hin zu den Langlebigen. Altern muss man lernen! Es bringt psychische, physische und kognitive Veränderungen mit sich - und man muss lernen, wie man damit umgehen kann. Wir haben mit unserem 'Kopfnüsse'-Buch bewusst ein traditionelles Medium gewählt, das wir wie ein Arbeitsbuch strukturiert haben. Es enthält theoretische Inputs, die jede Frau und jeder Mann verstehen kann. Es ist ein Faktum, dass die Reizaufnahme im Alter abnimmt - doch man kann lernen, wie man alle seine Sinne so einsetzt, um dies zu kompensieren! Daher enthält das Buch 50 praktische Übungen, in denen man das Erlernte sogleich umsetzen kann. Freude, Wertschätzung und Humor sind bei dieser Arbeit besonders wichtig - und so enthält dieses Buch auch Texte zur Seelenstärkung und natürlich die Auflösungen der 50 Beispiele!"

Mitterlechner bezog sich zudem auf Univ.-Prof. Dr. Franz Kolland, als sie darauf verwies, dass Lernen im Alter "ein Tripple-A" bedeute:
"Aktivierung, Autonomie und Anerkennung sind die wichtigen drei Punkte." Dies habe sie auch bei der Gründung ihres neuen Erwachsenenbildungs-Institutes "Institut für Lebensbegleitendes Lernen" berücksichtigt.

Seniorenbund bewegt 7.634.595 Mal Menschen in nur einem Jahr

Susanne Walpitscheker, stv. Generalsekretärin des Österreichischen Seniorenbundes, betonte die Bedeutung der Seniorenbund-Arbeit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt: "Der Seniorenbund ist eine der größten Anbieter von Bildungs-Angeboten für Seniorinnen und Senioren in ganz Österreich. Mit unseren 305.000 Mitgliedern haben wir direkten Zugang zum großen Potential der älteren Bildungs-Interessierten. Zudem kennen wir durch diesen täglichen persönlichen Mitglieder-Kontakt die konkreten Bedürfnisse der Seniorinnen und Senioren sehr genau und stellen unsere neun Landesorganisationen ihre Kurs-Angebote passgenau auf diese Senioren-Wünsche ab. Vor allem unseren Obleuten in den Ortsgruppen kommt dabei besondere Vorbildwirkung und Motivationskraft zu. Ihnen gilt unser täglicher Dank!"

Walpitscheker präsentierte dazu Zahlen, die erstmals erhoben, wie viele Veranstaltungen und Angebote der Seniorenbund in ganz Österreich 2013 organisierte: "Der Seniorenbund organisierte 2013 in ganz Österreich 8.067 Ausflüge und Reisen, an denen insgesamt 319.123 Personen teilnahmen, 15.610 verschiedene Schulungen und Kurse (von Sprachen über Denksport, von Computer über Handy-Technik, bis hin zu allem was mit dem persönlichen Hobby zu tun haben könnte, wird im Seniorenbund nahezu alles erdenkliche an Kursen angeboten) an denen 557.240 Menschen teilnahmen. Die 59.735 angebotenen kulturellen Veranstaltungen wurden von 730.189 Menschen besucht. Bei den 48.998 durchgeführten Sportveranstaltungen betätigten sich insgesamt 802.438 Menschen sportlich. Bei den insgesamt 121.344 zu verschiedenen Themen abgehaltenen Informationsveranstaltungen (inkl. der dazugehörenden Info-Broschüren) holten sich 5.225.605 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wertvolle alltagstaugliche Informationen aus verschiedensten Fach-und Themenbereichen. Durch all dies zusammen wurde also durch die Freiwilligen des Seniorenbundes in ganz Österreich 253.754 Angebote für die mehr als 305.000 Mitglieder des Seniorenbundes erstellt und wurde so 7.634.595 Mal ein Mensch in Österreich bewegt!"

SERVICE: Alle Details zur Senioren-Studie 2014 (GfK-Austria im Auftrag des Österreichischen Seniorenbundes), Kapitel Bildung, sowie weitere Detail-Informationen finden Sie unter http://www.ots.at/redirect/pk1 zum Download.

Bisher schon präsentiert wurden zudem die Kapitel Freiwilligenarbeit - finden Sie unter:
http://www.ots.at/redirect/freiwillig

und Intergenerationelle Leistungen - finden Sie unter
http://www.ots.at/redirect/studie11 .

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Seniorenbund, stv. Generalsekretärin Susanne Walpitscheker, 0650-581-78-82, swalpitscheker@seniorenbund.at, www.seniorenbund.at

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