PVÖ-Edlinger gegen Steuerreform-Modell der Industriellenvereinigung

Würde ohnehin bereits Wohlhabende bevorzugen und sozial Schwächere benachteiligen

Wien (OTS/SPW) - "Der Pensionistenverband Österreichs (PVÖ) lehnt eine Steuerreform, die die ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen letztlich zugunsten anderer bezahlen, strikt ab. Auf nichts anderes laufen aber die jüngsten Vorschläge der Industriellenvereinigung (IV) hinaus", stellte der Vizepräsident des Pensionistenverbandes, Bundesminister a. D. Rudolf Edlinger, zum jüngst von dieser Interessensorganisation vorgeschlagenen Steuerreform-Modell fest. ****

"Das Konzept bedeutet unter dem Strich Steuervorteile für Höchstverdiener sowie Unternehmen und (durch die vorgeschlagene Senkung der Steuerfreigrenze de facto bis auf das Niveau der Mindestsicherung) eine Steuerbelastung für jene Erwerbstätigen und PensionistInnen, die derzeit aufgrund ihrer niedrigen Einkünfte keine Steuern zahlen", argumentierte Edlinger seine Ablehnung der Vorschläge der Industriellenvereinigung. Auch sei für den PVÖ eine volle Besteuerung des 13. und 14. Gehalts bzw. Pension sowie der Wegfall von Absetzbeträgen nicht akzeptabel, weil gerade die finanziell Schwächeren oftmals auf diese Steuerbegünstigungen angewiesen wären, um einigermaßen ihren Ausgabenalltag bewältigen zu können. Edlinger: "Die von der IV aufgestellte Gegenrechnung in Form der Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel von zehn auf fünf Prozent würde dieses Manko nicht ausgleichen können und letztlich einmal mehr die Wohlhabenden, die sich Luxus-Lebensmittel leisten können, bevorzugen."

Nicht zuletzt verwahrte sich Edlinger gegen die einmal mehr erhobene Forderung der IV, die Ausgaben im Gesundheitsbereich und vor allem bei den Pensionen zu reduzieren. "Wer ständig am Kürzungsrad bei den Pensionen dreht, darf sich nicht wundern, wenn die für die Konjunktur so wichtige Inlandsnachfrage und damit die daraus resultierenden Steuereinnahmen stagnieren", schloss Edlinger. (Schluss)

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