Gemeinsames kulturelles Erbe schützen

Die Stadt Wien nahm an der 14. Weltkonferenz der "Liga der Historischen Städte" in China teil

Wien (OTS) - Die internationale Organisation "Liga der Historischen Städte" (LHC) mit Sitz in Kyoto veranstaltete im September ihre 14. Weltkonferenz in der chinesischen Stadt Yangzhou. Yangzhou, am Jangtsekiang zwischen Nanking und Shanghai gelegen, ist eine der ältesten Städte Chinas und für den Buchdruck, der dort erfunden wurde, weltberühmt. In der heute fünf Millionen EinwohnerInnen zählenden Stadt war sogar Marco Polo ein Jahrzehnt Statthalter. Anlässlich der Konferenz diskutierten hunderte VertreterInnen aus Städten aus aller Welt zum Thema "Historical Cities: Ancient Culture Integrated into Modern Civilization". Zahlreiche Städte präsentierten anschaulich, wie sie ihr historisches Erbe in ihre jeweilige moderne Umgebung einbringen. Im Zeichen des Klimawandels setzen besonders viele Städte auf grünes Wachstum in Harmonie mit ihren jeweiligen Altstädten. Einen dramatischen Appell zur Rettung des irakischen kulturellen Erbes richtete Bagdad an die Welt, zumal Mesopotamien als eine Wiege der Menschheit bezeichnet wird. Parallel diskutierten Jugendliche im Jugendforum über ihre Möglichkeiten zum Schutz, aber auch über die künftige Entwicklung historischer Bausubstanz.

Wien arbeitet im Vorstand der Liga

Der Liga gehören 103 Städte aus 61 Ländern auf allen Kontinenten an. Der LHC-Vorstand bestätigte Wien und Xian als Vizepräsidenten-Städte, weiters sind im Vorstand Gyeongju/Südkorea, Konya/Türkei, Ballarat/Australien sowie neu Laibach/Slowenien und Bagdad/Irak. Die Stadt Nara, Japans älteste Kaiserstadt, wurde in der Funktion als Rechnungsprüfer bestätigt. Die Liga der Historischen Städte wurde 1986 von Kyoto mit dem Ziel gegründet, einen Beitrag zum Weltfrieden zu leisten. Historische Städte und ihre BewohnerInnen sehen sich weltweit ähnlichen Herausforderungen gegenüber und vereinen sich über alle Grenzen hinweg zum universellen Ziel der Bewahrung des kulturellen Erbes der Menschheit. Die Weltkonferenzen und bilaterale Kooperationen der Städte sowie ein Fachmagazin ermöglichen dazu die Kommunikation und den Erfahrungsaustausch.

15. Weltkonferenz 2016 in Bad Ischl

Grund zur besonderen Freude hat Österreich, da die nächste Weltkonferenz in zwei Jahren in Bad Ischl stattfinden wird. Dieser schöne traditionelle Kurort hat mit seiner Bewerbung die Delegierten überzeugt. Die Konferenz wird in Zusammenarbeit mit den UNESCO-Weltkulturerbestätten Salzkammergut, Salzburg und Wien stattfinden. Bad Ischl war einst Sommersitz von Kaiser Franz Josef und Kaiserin Elisabeth und ist heute ein bedeutender Kongress- und Heilkurort. Die Stadt hat im Jahr 2013 rund 350.000 Übernachtungen gezählt. Die Vorbereitungen, um diese nächste Konferenz zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle BesucherInnen zu machen, laufen bereits an.

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