Umweltdachverband: Countdown für die Nachnominierung von Natura 2000-Gebieten läuft!

- Bundesländer müssen 1. Tranche an neuen Natura 2000-Gebieten bis 30. September 2014 an Brüssel melden - an der Nachnominierung führt kein Weg vorbei!

Wien (OTS) - Bewertungsseminar im März 2015 wird Klarheit über die gemachten Schritte bringen
- 2. Tranche und Finalisierung mit September 2015 erwartet

Am 30. September läuft die Frist für die Nachnominierung der ersten Tranche an neuen Natura 2000-Gebieten an die Europäische Kommission ab. Bereits im Mai 2013 mahnte die EU-Kommission die Republik Österreich wegen ihres unvollständigen Natura 2000-Netzwerks: Rund 220 neue Gebiete sollen österreichweit nachnominiert werden, um in weiterer Folge auch Strafzahlungen zu entgehen. Seit Eröffnung des Vertragsverletzungsverfahrens ist in den Bundesländern durchaus einiges passiert: Schutzgüter wurden kartiert, Abgrenzungsvorschläge erarbeitet, Betroffene informiert. "Wir haben positive Signale erhalten, und freuen uns, dass die Bundesländer das Thema Natura 2000 mittlerweile ernst nehmen. Dem Umweltdachverband lag von Anfang des Prozesses alles daran, durch sachliche Diskussion zu einem günstigen Ergebnis für alle Beteiligten zu gelangen. Jetzt ist es wichtig, den Natura 2000-Prozess rasch und positiv zu finalisieren", so Gerhard Heilingbrunner, ehrenamtlicher Präsident des Umweltdachverbandes.

Natura 2000 hat großes Potenzial - ziehen wir bei der Umsetzung an einem Strang!

Bereits im März 2015 soll der Ausweisungsstand in Österreich bewertet werden: VertreterInnen der Europäischen Kommission, der Europäischen Umweltagentur, der österreichischen Behörden, der Wissenschaft und der NGOs werden die Nachnominierungsvorschläge nochmals fachlich überprüfen und entscheiden, ob die Schutzgüter im österreichischen Natura 2000-Netzwerk ausreichend repräsentiert sind. Die zweite und letzte Tranche der Gebiete, für die es noch Datenerhebungsbedarf gibt, soll bis Ende September 2015 gemeldet werden. "Konstruktiver Dialog und gute Informationspolitik zwischen lokaler Bevölkerung, GrundeigentümerInnen und LandbewirtschafterInnen sind in der laufenden Umsetzungsphase enorm wichtig. Natura 2000 hat das Potenzial, den Verlust der biologischen Vielfalt zu bremsen und gleichzeitig ökonomische Wertschöpfung zu lukrieren. Wir appellieren eindringlich an die Bundesländer, dieses Potenzial zu nutzen", so Heilingbrunner abschließend.

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