Erste Hilfe rettet Leben - Fakten sprechen für sich

Wien (OTS) - Die Fälle plötzlichen Herzstillstands in der österreichischen Gesellschaft nehmen zu. Studien der Universitätsklinik für Notfallmedizin der MedUni Wien und des AKH Wien in Zusammenarbeit mit der Berufsrettung Wien unterstreichen die Notwendigkeit rascher Hilfe im Falle eines Herz-Kreislauf-Stillstandes.

Erkrankungen des Herz- Kreislaufsystems sind weltweit die häufigste Todesursache. Etwa ein Drittel der Fälle ist auf einen plötzlichen Herzstillstand zurückzuführen. Statistisch gesehen ist etwa jeder zehnte Österreicher in seinem Leben direkt davon betroffen. Und die absoluten Zahlen nehmen aufgrund der demographischen Entwicklung der Bevölkerung zu. Dass hier rasche Erste-Hilfe-Maßnahmen Leben retten können, unterstreichen Studien der Universitätsklinik für Notfallmedizin der MedUni Wien.

Von 701 PatientInnen mit Herzstillstand, die in der Zeitspanne von August 2013 bis April 2014 von SanitäterInnen und NotärztInnen der Berufsrettung Wien wiederbelebt wurden, waren 359 Personen in Anwesenheit von anderen Menschen zusammengebrochen. Bei 45 Prozent wurde von Zeugen daraufhin mit Erste-Hilfe-Maßnahmen noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte begonnen. Und das zahlte sich aus. "Personen, die Erste Hilfe erhielten, hatte eine signifikant höhere Überlebenschance als die Mehrheit jener Personen, bei denen keine Ersthelferreanimationsmaßnahmen angewendet wurden", erklärt Fritz Sterz, Leiter der Studiengruppe "Vienna Cardiac Arrest Registry" von der Universitätsklinik für Notfallmedizin, "und auch die Gefahr bleibender Hirnschäden reduzierte sich, wenn sofort mit Reanimationsmaßnahmen begonnen wurde."

Bei der Mehrheit der beobachteten Herzstillstände wurde zwar die Rettung alarmiert, aber niemand setzte Reanimationsmaßnahmen. Hier gibt es noch großes Verbesserungspotenzial, zeigen die Notfallmediziner auf.

"Es ist wichtig, in unserer Gesellschaft die Bereitschaft für Reanimationsmaßnahmen im Fall eines Herzstillstandes zu erhöhen. Hier kann jeder zum unmittelbaren Lebensretter werden. Sofortige Hilfe erhöht die Überlebenschancen massiv", sagt Mario Krammel von der Universitätsklinik für Anästhesie, Allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie der MedUni Wien und des AKH. Er engagiert sich bei PULS, dem Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes.

Kampagne "Drück mich!"

"Drück mich!" Unter diesem Motto rufen PULS, der Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes, und die Arbeitsgemeinschaft für Notfallmedizin anlässlich des "Weltherztages" am 29. September zur Ersten Hilfe auf. Die neue, überregionale Kampagne zeigt, wie einfach und effizient im Fall eines plötzlichen Herzstillstands noch vor Eintreffen der Rettung geholfen werden kann.

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