Gemeinsam aktiv für Smaragdeidechse & Co im Mukental.

"Artenreiche Naturjuwele erhalten, Lebensräume schaffen".

Wien (OTS) - So lautet das Motto, unter dem sich jedes Jahr freiwillige Helferinnen und Helfer bei der Mitmach-Aktion einfinden, um die Trockenrasen der Weinbaulandschaft für dort lebende seltene Tier- und Pflanzenarten wieder lebenswert zu machen.
Das Forstamt der Stadt Wien und der Biosphärenpark Wienerwald laden naturinteressierte Wienerinnen und Wiener herzlichst zur Mitarbeit bei der Landschaftspflege im Mukental ein.

Durch jahrhundertelange Bewirtschaftung ist im größten zusammenhängenden Weinbaugebiet Wiens eine artenreiche Kulturlandschaft mit Steinriegeln, blühenden Trockenrasen, Lesesteinhaufen und Trockenmauern entstanden. Das Mukental bietet dadurch ideale Lebensräume für stark gefährdete Tiere und Pflanzen in der Stadt. Der feuchte Sommer hat jedoch wieder viel Zuwachs auf den Wiesen und bei den Sträuchern gebracht. Was wiederum die Lebensräume gefährdet.
Unter reger Beteiligung von Freiwilligen werden von der Stadt Wien jährlich im Frühling und im Herbst an verschiedenen Orten im Mukental Pflegeaktionen durchgeführt.

Eine Gelegenheit für alle, sich aktiv am Naturschutz zu beteiligen!
Die freiwilligen Landschaftspfleger haben zudem die Möglichkeit, bei einer kostenlosen Gebietsführung die Natur im Mukental noch besser kennen zu lernen.

Pflegemaßnahmen mit Wirkung.

Im Herbst 2010 startete das Forstamt der Stadt Wien (MA 49) gemeinsam mit der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) und dem Biosphärenpark Wienerwald ein Projekt, um diese Lebensräume für seltene Reptilien und Insekten sowie Pflanzen zu erhalten und zu erweitern.
"Die Aktion hilft gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, die spezielle Umweltbedingungen brauchen, eine gesicherte Lebensgrundlage vorzufinden. Der Dank gilt allen Wienerinnen und Wienern, die seit Beginn der Aktion kräftig mit anpacken und so mithelfen, dieses kleine Ökoparadies in Wien zu erhalten" so Forstdirektor Andreas Januskovecz.

Asthaufen, freigelegte Lesesteinriegel werden gut angenommen.

In einer Erstmaßnahme wurden Trockenrasen und Steinmauern entbuscht und durch das Aufschlichten von Lesesteinen Verstecke für seltene Reptilien geschaffen. Nun krabbeln dort wieder Besonderheiten wie die Sägeschrecke oder die Steppen-Sattelschrecke. Smaragdeidechsen tummeln sich in der schützenden Vegetation sowie in den Spalten und Höhlungen der Mauern. Auch die in Österreich stark gefährdete Zebraschnecke ist hier noch heimisch. Sie reagiert besonders empfindlich auf Veränderungen ihres Lebensraumes. Wird die Vegetation zu dicht, sterben die wäremeliebenden Tiere, weil es zu feucht und kühl wird. Raritäten wie geflecktes Knabenkraut, Riemenzunge und Bart-Wachtelweizen aber auch Orchideen sind Besonderheiten der Pflanzenwelt, die sich im milden Klima rund um das Mukental besonders wohlfühlen.
Für eine kleine Jause und Getränke zur Stärkung wird gesorgt.

Pflegeaktion im Mukental

-> Termin: Samstag, 4. Oktober 2014, 10-15 Uhr (Mitmachen, solange man Zeit und Lust hat)
->Treffpunkt: 1190 Wien, Kahlenbergersrstr. 210, beim Heurigen Sirbu
-> Bitte Arbeitshandschuhe und Gartenschere oder Astschere selber mitbringen!
-> Infos: DI Elisabeth Wrbka, Büro Arbeitsgemeinschaft Vegetationsökologie und Landschaftsplanung,

Telefon: +43 1 586 28 77 - 19 E-Mail: elisabeth.wrbka@a-v-l.at www.a-v-l.at -> Bitte benutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel! -> Anreise: Bus 38A bis Kahlenberg, 20 min Fußweg (bergab) rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/pressebilder

Rückfragen & Kontakt:

Florian Hutz
Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien (MA 49)
Telefon: 01 4000-49031
E-Mail: florian.hutz@wien.gv.at
www.wald.wien.at

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