Argumentationshilfe für Extremisten?

Kommentar zu den Ausführungen Ednan Aslans zum sogenannten "Islamischen Staat"

Wien (OTS) - Ednan Aslan, der selbst weder Islamwissenschaftler, noch ein Theologe ist, hat in einem Interview für "die Presse" die Terrororganisation "Islamischer Staat" sozusagen islamisch legitimiert.

Aslan behauptet, entgegen sämtlichen Beteuerungen und Verurteilungen unterschiedlicher islamischer Institutionen und Gelehrter im In- und im Ausland, dass ihre politische Ideologie und ihr Handeln mit dem Islam begründet werden könne.

Damit unterstützt Aslan fataler Weise die Argumentation einiger radikaler Internet-Prediger und Propagandisten des Jihadismus. In den Sozialen Medien wie auf Facebook wird von radikalisierten Facebook-Usern nun tatsächlich auf Ednan Aslan verwiesen, der ihren extremistischen Ansichten eine zusätzliche Argumentationsgrundlage geliefert hat.

So wie sämtliche Moscheeverbände und Einzelorganisationen Österreichs in einer Presseaussendung jede Form des politischen Missbrauches der Religion verurteilt haben, weisen wir die Aussagen Ednan Aslans bezüglich der Terrororganisation "IS" zurück.

Wichtig ist es, radikalisierten oder gefährdeten Menschen darzulegen, dass es für die Gruppe IS keine Grundlagen in der Religion gibt, anstatt wie Aslan dies zu bestätigen.

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