Wr. Landtag - SP-Akcay/Tanja Wehsely: Wien schafft "Netzwerk zur Deradikalsierung und Prävention"

Wien (OTS/SPW-K) - "Islamische Radikalisierung folgt im Wesentlichen demselben Muster wie andere Radikalisierungs- und Extremismustendenzen. Mit dem 'Netzwerk zur Deradikalisierung und Prävention' reagiert Wien auf dieses Phänomen. Wir wollen Kompetenzen aufbauen, um die Leute in der vordersten Reihe fit zu machen. Deshalb bietet das Netzwerk auch Schulungen für JugendarbeiterInnen und PädagogInnen. Es geht darum zu erkennen, was ist pubertäres Verhalten oder Provokation und wo beginnt Extremismus", schilderte die SP-Integrationssprecherin und Landtagsabgeordnete Safak Akcay in der aktuellen Stunde im heutigen Wiener Gemeinderat.

Landtagsabgeordnete SP-Tanja Wehsely bedankte sich bei den KollegInnen der ÖVP, die für das Netzwerk zur Deradikalisierung und Prävention der Stadt anerkennende Worte fanden: "Es ist mir ein Anliegen, dass wir in dieser wichtigen Sache gemeinsam an einem Strang ziehen und uns gegenseitig unterstützen!" Wehsely hatte gestern im Wr. Gemeinderat einen Antrag betreffend "Maßnahmen zur Deradikalisierung von Jugendlichen und Prävention" von SPÖ und Grüne eingebracht. Dieser wurde beschlossen.

Hintergrund: Die Stadt Wien hat diesbezüglich schon gehandelt: Schon seit Frühjahr 2014 arbeitet eine Steuerungsgruppe an dem Aufbau des Netzwerkes, beteiligt sind unter anderem die Magistratsabteilungen 17 (Integration), 11 (Familie), 13 (Jugend) sowie der Wiener Stadtschulrat. Als zentrale Koordinationsstelle fungiert die Wiener Kinder- und Jugendanwaltschaft. Die vergangenen Monate wurden vor allem dazu genutzt, sich untereinander zu vernetzen, in jeder Abteilung eine Kompetenzstelle einzurichten und spezifische Schulungen zu konzipieren, mit denen in der Jugendarbeit bereits begonnen wurde.

Wehsely appellierte an FPÖ

Wehsely sprach ihre Hochachtung für Bürgermeister Michael Häupl aus, der gestern zugesichert hatte 600 Flüchtlinge in Wien auf Zeit aufzunehmen: "Das bedeutet für mich in die Presche springen, das ist Verantwortung übernehmen für Österreich! Es geht nicht darum den Finger auf andere zu zeigen und Taten einzufordern, sondern selbst zu handeln. Das ist Solidarität." In Richtung FPÖ appellierte die Landtagsabgeordnete ernst: "Ich bitte Sie dringlich nicht bei den Menschen vor Ort in Erdberg und am Alsergrund Öl ins Feuer zu gießen und sie gegen die Flüchtlinge aufhetzen, ich bitte Sie, sie willkommen zu heißen und zusammenzuarbeiten und auch ihre Bezirksorganisationen aufzufordern das zu tun!" Und verdeutlicht:
"Viele Menschen vor Ort verstehen, dass man Kriegsflüchtlingen helfen muss. Bemühen Sie sich differenziert an die Sache heranzugehen und sich zurückzunehmen. Sie werden sich sonst viel vorzuwerfen haben und ich hoffe, dass sie das nicht wollen".

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