New-Skills-Projekte sollen Arbeitsplätze der Zukunft sichern

Der Aufbau neuer Kompetenzen soll dazu beitragen, die in der "Europa 2020"-Wachstumsstrategie angepeilte Beschäftigungsquote von 75 % der Gesamtbevölkerung zu erreichen.

Wien (OTS) - Am 23. September fand dazu eine Fachtagung in Wien statt.

Welche wirtschafts- und bildungspolitischen Maßnahmen braucht Europa 2020 in der Bildungs- und Arbeitswelt? Welche Kompetenzen sind erforderlich, um Beschäftigung zu sichern? Unter dem Begriff "New Skills" sind Job-Fertigkeiten gemeint, die in Zukunft nachgefragt werden. Die Nationalagentur Lebenslanges Lernen (OeAD-GmbH) betreut derzeit 850 europäische Kooperationsprojekte, von denen sich etwa die Hälfte mit New Skills-Themen befasst. In der Konferenz "New Skills for New Jobs" werden aktuelle Trends und Beispiele guter Praxis präsentiert. Ziel ist es, Bildungs- und Arbeitswelt noch besser zu vernetzen.

Die Nationalagentur wickelt den Bildungsbereich des EU-Programms Erasmus+ in Österreich ab. Die New Skills-Projekte befassen sich u. a. mit grünen, unternehmerischen oder interkulturellen Kompetenzen. Die EU-Bürger/innen sollen durch diese Fertigkeiten für jetzige und zukünftige Herausforderungen (nicht nur) auf dem Arbeitsmarkt gerüstet sein (Europa-Bildungsstrategie "New Skills for New Jobs"). Die neuen Kompetenzen werden durch die Trends in Wirtschaft und Arbeitswelt bestimmt. Sie sollen mithelfen, die gewünschte Beschäftigungsquote von 75 Prozent der Gesamtbevölkerung für 2020 zu erreichen - eines der Ziele von "Europa 2020", der Wachstumsstrategie der Europäischen Union. Hier knüpft die Tagung an, die in Kooperation mit der Industriellenvereinigung durchgeführt wird. Beleuchtet werden zentrale Themen im Zusammenhang mit Wachstum, Wettbewerbs- und Beschäftigungsfähigkeit.

"Aus- und Weiterbildung und der Erwerb von Qualifikationen sind der Schlüssel, um im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben", sagt Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. "Deshalb freue ich mich, dass im Rahmen der New Skills-Initiative Projekte gefördert werden, die für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Österreich einen wertvollen Beitrag leisten." Eines dieser Projekte, die im Hochschulbereich angesiedelt sind, heißt "Scaling up from Local to Global". Die FH Vorarlberg ermöglicht ihren Studierenden darin, gemeinsam mit internationalen Studierenden praxisorientierte Kompetenzen zu erwerben. Regionale Unternehmen dienen als Fallbeispiele und profitieren durch die kostenfreie Beratung, um den internationalen Markt zu erobern.

Bildungs- und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek betont, dass "Bildungs- und Berufsberatung an Schulen unerlässlich ist, denn nur durch Orientierung an den aktuellen Entwicklungen des Arbeitsmarkts können Schüler/innen bestmöglich auf Berufswahl und Arbeitswelt vorbereitet werden". Heinisch-Hosek verweist auf das aktuelle Regierungsprogramm, in dem dieser Punkt konkret verankert ist. Hier gibt das Schulprojekt "CHAIN - Cooperation Holland and Austria Improvement Networking" ein gutes Beispiel. Die Partnerregionen Herzogenbusch und Graz möchten die Zusammenarbeit zwischen Betrieben, Schulen, Gemeindeverwaltungen und Netzwerkpartnern aus den Bereichen Bildung und Arbeitsmarkt verbessern. "Damit junge Menschen auf die Herausforderungen in allen Lebensbereichen vorbereitet sind, müssen wir auch soziale und interkulturelle Fähigkeiten in den Schulen fördern", so Bildungsministerin Heinisch-Hosek.
Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Ausbildungen mit den sich wandelnden Kompetenzanforderungen am Arbeitsmarkt abgestimmt werden. Regionale Kooperation schafft dafür die beste Basis. Als Beispiel sei "AQUA - Knowledge Alliance for Training, Quality, and Excellence in Automotive" erwähnt. Das Projekt unter österreichischer Koordination möchte den Mangel an Spezialist/innen und Generalist/innen mit einem umfassenden Ausbildungsangebot ausgleichen.

Diese und weitere 23 herausragende New Skills-Projekte wurden in einer Broschüre zusammengefasst, die unter www.bildung.erasmusplus.at/newskills2014 bestellt werden kann.

Die Nationalagentur (OeAD-GmbH) unterstützt durch all ihre Projekte die Weiterbildung aller Altersgruppen, ein zentrales Ziel des Arbeitsprogramms der österreichischen Bundesregierung 2013 bis 2018. Erasmus+ ist das größte Bildungsprogramm der Europäischen Union mit einem Budgetvolumen von 14,9 Mrd. Euro. Für Österreich stehen 2014 22,7 Mio. Euro an EU-Fördermitteln für den Bereich Bildung zur Verfügung. In den letzten beiden Jahren liefen über die Nationalagentur knapp 2.000 Verträge (europäische Projekte und Mobilitäten) mit einem Vertragsvolumen von mehr als 40 Mio. Euro aus EU-Mitteln.

Veranstaltungsrückschau & Fotos:
www.bildung.erasmusplus.at/newskills2014

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/5395

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OeAD (Österreichischer Austauschdienst)-GmbH
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