Christian Ragger: Flughafen-Rettung in größter Zeitnot beschlossen

Streik in Spitälern Vorbote eines dramatischen Ärztemangels in Kärnten

Klagenfurt (OTS) - "Es ist fahrlässig, wie die rot-grün-schwarze Koalition mit dem Thema Flughafen Klagenfurt umgeht. Sie wartet mit dem nötigen Beschluss der Landesregierung, dem Airport 12 Millionen Euro für die nötige Sanierung vor allem der Landebahn zu gewähren, bis zur letzten Sekunde. "Die Regierung musste heute in größter Zeitnot mit Unterlagen, die sie im letzten Moment bekam, entscheiden. So riskiert man Betriebsausfälle, wenn die Zeit für die Sanierung zu knapp wird", kritisiert der Obmann der Kärntner Freiheitlichen LR Mag. Christian Ragger.
Es sei auch unverständlich, dass um die notwendige Genehmigung durch die EU für die öffentlichen Beihilfen so spät angesucht worden ist. Dieses "Notifizierungsverfahren" sei notwendig, wenn ein anderer Flughafen in 60 Minuten oder 100 km erreichbar ist. Klagenfurt fällt wegen des Airports Laibach darunter.
Ragger verweist darauf, dass die FPÖ von Anfang an für die Erhaltung des Flughafens eintrat. Wie richtig dies ist, beweist auch ein Gutachten, dem zufolge eine Stilllegung des Flughafens dem Land Einmalkosten bis 30 Millionen und Wertschöpfungsverluste bis zu 40 Millionen Euro jährlich bringen würde. Mit dem positiven Beschluss der Regierung am Dienstag müsse endlich alles getan werden, dass der Flughafen in Zukunft seine Investitionen selbst verdienen kann. Kritik übt Ragger an der schiefen Optik im Kulturbereich. "Das Aushängeschild Carinthischer Sommer bekommt in Hinkunft nur genau soviel Geld wie die Projekt-Totgeburt Transformale, in welche die rot-grün-schwarze Koalition 2015 wieder knapp 500.000 Euro steckt. Wie daneben diese Förderpolitik ist, illustriert Ragger an einem Vergleich mit dem "Heimatherbst". Dieser kostete 800.000 Euro mit 200.000 Besuchern, also 4 Euro je Besucher, in die Transformale wurden im Vorjahr 600.000 Euro gepumpt - 120 Euro für jeden der 5.000 Besucher. 2015 werde jeder Transformale-Besucher mit 89 Euro subventioniert.
Ragger warnt auch vor einem dramatischen Ärztemangel in Kärnten. Wenn Kärntens Spitalsärzte wegen Überlastung am Donnerstag streiken, sei das nur ein Vorbote desselben. Es sei befürchten, dass in Zukunft ganze Täler keinen Arzt mehr finden werden. Die SPÖ, die sich 100 Prozent der Macht im Gesundheitsbereich geholt habe, sei gescheitert. "Wir brauchen jetzt einen Schulterschluss aller Parteien, um die Probleme zu lösen. Wir müssen alles tun, um in die Ausbildung des Ärztenachwuchses zu investieren", so Ragger. Es sei ein fataler Fehler gewesen, das Projekt einer Medizin-Uni in Klagenfurt abzuwürgen, weil durch sie hätte man Ärztenachwuchs im Land gewonnen.

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