Ministerrat beschließt Novelle zum Filmförderungsgesetz

Bundesminister Ostermayer schafft rechtliche Basis zur langfristigen Förderung des österreichischen Films

Wien (OTS) - Nach der gesetzlichen Absicherung des Film/Fernseh-Abkommens in der Höhe von 8 Millionen im Juni, verabschiedete der Ministerrat heute eine weitere Gesetzesnovelle mit dem Ziel, die Förderung des österreichischen Filmes zu erleichtern. Die neu erlassene EU-Gruppenfreistellungs-Verordnung und die EU-Kinomitteilung ermöglichen die Freistellung der Filmförderung als "zulässige staatliche Beihilfe". Im diesem Rahmen dürfen Filmprojekte mit bis zu 50 Prozent gefördert werden, kleine und kommerziell schwierige Filme mit bis zu 80 Prozent, in Ausnahmefällen, bei Filmprojekten von besonderem kulturellen Interesse, sogar mit mehr als 80 Prozent der Produktionskosten.

"Diese Novelle des Filmförderungsgesetzes unterstreicht einmal mehr den wichtigen Unterschied zwischen kommerziellen Massenprodukten und kulturell anspruchsvollen Filmen, die einen Beitrag zur europäischen Kultur, regionalen Vielfalt und Identität leisten", so Bundesminister Ostermayer. "Diese Novellierung ist ein klares Bekenntnis dazu, dass in Europa Filme nicht nur nach wirtschaftlichen, sondern auch nach kulturellen Kriterien bewertet werden. Es ist zulässig, dass Filmprojekte mit 50 oder manchmal bis zu 80 Prozent ihrer Kosten gefördert werden. Diese Unterscheidung zum amerikanischen Filmmarkt ist für den europäischen Film eine Überlebensfrage. Deshalb war es auch entscheidend, den europäischen Film aus sämtlichen Gesprächen und Verhandlungen zu TTIP eindeutig auszuklammern."

Die beschlossene Novelle sieht eine klare Definition von "kleinen und schwierigen Filmen" vor, eine eindeutige Formulierung der Ziele der Filmförderung sowie der "nationalen und regionalen Vielfalt".

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