ÖH: Keine doppelten Gebühren für Studierende aus Syrien

Es braucht Unterstützung statt finanzieller Belastung

Wien (OTS) - Aus aktuellem Anlass sieht sich die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) veranlasst über das folgende Problem zu informieren. Aufgrund der politischen Situation und der kriegerischen Handlungen in Syrien und dem Irak, kommt es gerade bei vielen Studierenden in Österreich zu akuten Problemen. "In den letzten Wochen zeigte sich in unseren Beratungen, wie schlimm die Situation ist. Zahlreiche syrische Studierende erzählten uns, wie ihre Familien in den letzten Wochen flüchten mussten und so alles verloren haben. In diesen schrecklichen Tagen werden diese dann aber auch noch mit finanziellen Problemen in Österreich konfrontiert. So müssen sie jetzt zu Studienbeginn doppelte Studiengebühren bezahlen, was eine extreme Belastung darstellt. Diese ohne finanzieller Hilfe ihrer Familien zu bewältigen, ist in vielen Fällen schlicht unmöglich", berichtet Viktoria Spielmann vom Vorsitzteam der ÖH. "Wir fordern daher die Regierung und die Hochschulen dazu auf hier sofort Abhilfe zu schaffen und den Studierenden die doppelten Studiengebühren zu erlassen", so Spielmann weiters.

Die Einhebung der doppelten Studiengebühren hat Studierende aus Drittstaaten in Österreich in den letzten Jahren stark belastet. "Die aktuellen Auswertungen der Studierendensozialerhebung zeigen uns, dass Studierende aus Drittstaaten besonders schlimm von Armut betroffen sind und sich oft ihr Leben nicht leisten können", berichtet Spielmann. Universitäten können zwar Angehörige einzelner Länder selbstständig auf eine interne Liste setzen, um sie so zu entlasten, was allerdings das Handeln jeder einzelnen Hochschule bedürfen würde. Lediglich das Ministerium (BMWFW) kann die Studierenden durch eine Abänderung der Studiengebührenverordnung von ihren finanziellen Problemen befreien. "Wenn es keine finanzielle Absicherung gibt, dürfen wir die Studierenden nicht auch noch mit doppelten Studiengebühren belasten. Es braucht hier ein Problembewusstsein der Politik. Wir müssen jetzt unterstützend tätig sein, anstatt zusätzliche Belastungen zu schaffen", so Spielmann.

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