FPÖ-Neubauer/Ratt/Wober: Pflege-Enquete macht deutlich: dringend weitere Reformen notwendig

Wien (OTS) - "Auch wenn Sozialminister Hundstorfer und die beiden Seniorenratspräsidenten Khol und Blecha stolz verkünden, dass das österreichischen Pflegesystem zu den weltbesten gehört und wir mit 5,2 % den höchsten Anteil an Pflegegeldbeziehern weltweit haben, so haben wir dennoch dringenden Reformbedarf, was die langfristige Sicherung des Pflegesystems in Österreich betrifft", stellte heute der freiheitliche Seniorensprecher und Mitglied im Sozialausschuss NAbg. Werner Neubauer fest.

"Was wir Freiheitliche seit Jahren in allen Bereichen fordern, ist auch hier oberstes Gebot: Es muss bereits bei der Verwaltung eingespart werden. Bundesweit einheitliche Strukturen und Standards mit klarer Regelung der Kompetenzen sind unerlässlich, wenn das Ziel, jedem Patienten, der es benötigt, auch künftig leistbare und qualitativ hochwertige Pflege zukommen zu lassen, erreicht werden soll", fordert der Obmann des Oberösterreichischen Seniorenrings, Dr. Walter Ratt.

Auch der Obmann des Steirischen Seniorenrings, Peter Wober ortet im "Kompetenz-Dschungel" aktuell eine der größeren Baustellen im System:
"Verschiedenste Stellen streiten sich auf dem Rücken der Betroffenen, wer wofür zuständig ist. Das ist für die Patienten unzumutbar. Eine klare Regelung der Zuständigkeiten spart Zeit, Geld und Nerven aller Beteiligten!"

Die demografische Entwicklung fordere von der Politik entsprechendes Handeln. Bis 2050 werde sich voraussichtlich die Zahl der zu pflegenden Menschen, bis 2030 die Ausgaben dafür verdoppeln. Angesichts dieser Zahlen müsse unverzüglich mit einer bundesweiten Bedarfsplanung begonnen werden, da bereits jetzt 7.000 diplomierte Pflegekräfte fehlen. In die Planung sollte unbedingt die Einführung des Berufs "Senioren-Assistenz" einbezogen werden, ebenso wie die Ermöglichung entsprechender Reha-Behandlungen für Pensionisten, die unter Umständen spätere Pflegekosten geringer halten.

Ein wichtiger Streitpunkt war auch heute der "Pflege-Regress", für den es auch noch immer keine bundeseinheitliche Regelung gibt. "Es darf doch nicht vom Wohnort abhängig sein, ob die anfallenden Pflegekosten das mühsam angesparte Vermögen verschlingen, einen Teil davon oder ob gar auf das Vermögen von Ehepartnern und anderer Familienmitglieder zugegriffen wird", kritisiert Neubauer.

"Die Zielsetzungen der Präsidenten Khol und Blecha verbunden mit ihren Verwirklichungsansätzen können durchaus bereits als der erste Schritt in die richtige Richtung bezeichnet werden. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit lassen aber berechtige Zweifel zu, ob sie bei ihren Parteikollegen in der Bundesregierung das entsprechende Gehör finden werden", so die Senioren-Vertreter abschließend.

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