NEOS zu Frühkindpädagogik: Welche Stimme hat in der ÖVP mehr Gewicht?

Beate Meinl-Reisinger: "Zumindest Harald Mahrer erkennt, dass die Frühkindpädagogik Reformbedarf aufweist"

Wien (OTS) - "Es ist sehr erfreulich, dass zumindest ÖVP-Staatssekretär Harald Mahrer erkennt, dass die Frühkindpädagogik in Österreich enormen Reformbedarf aufweist", kommentiert NEOS-Familiensprecherin Beate Meinl-Reisinger das Interview in der heutigen Ausgabe des Standard. Unter anderem kann er sich vorstellen, dass die Ausbildung der Kindergarten-Pädagoginnen und Pädagogen akademisch werden soll - eine Forderung, der Familienministerin Sophie Karmasin im Juni mit den Worten "das System wäre dann nicht mehr aufrecht zu erhalten" eine Absage erteilte bzw. mit der Frage "Müssen wir dann auch akademische Tischler haben?" ins Lächerliche zog. Auch heute sprach sie sich auf Nachfrage dagegen aus.

"Wir stellen uns schon die Frage, welche Stimme in der ÖVP denn mehr Gewicht hat und hätten gerne einen Offenbarungseid, wofür die ÖVP eigentlich steht", so Meinl-Reisinger. Und weiter: "Es herrscht offenbar großteils Einigkeit darüber, dass die schrittweise Anhebung der Ausbildung auf akademisches Niveau ein Gebot der Stunde ist -nicht zuletzt, da Österreich mit der Umsetzung dieser Forderung anderen europäischen Staaten hinterherhinkt. Wir halten jedoch immer noch an einem System fest, das letzten Endes zu wenig Absolventinnen und Absolventen hervorbringt." Die weiteren Schritte sind klar: Der Bereich der Elementarpädagogik wird zu wenig als Teil des Bildungssystems verstanden - nicht zuletzt auch wegen der geteilten Zuständigkeiten zwischen Familien- und Bildungsressort.

"Wir fordern Bildung aus einer Hand - der gesamte Bereich muss ins Bildungsministerium wechseln. Und anschließend muss die Ausbildungsreform in Angriff genommen werden - damit man nicht mehr im Alter von 14 Jahren eine endgültige Berufsentscheidung treffen muss. Abgesehen davon sollen dadurch mehr Männer für den Beruf gewonnen werden", schließt Meinl-Reisinger.

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