Buchpreisbindung - WKÖ-Fachverband Buch- und Medienwirtschaft begrüßt Vorstoß zur Modernisierung

Obmann Kernstock: "In Ländern wie Österreich mit Buchpreisbindung ist die Vielfalt an Publikationen größer" - Bringt auch eine günstigere Preisentwicklung bei Büchern

Wien (OTS/PWK614) - "Mit der geplanten Modernisierung der Buchpreisbindung in Form der Ausweitung auf den Online-Handel und auf E-Books nimmt Österreich - wie Kulturminister Josef Ostermayer es formuliert - europaweit eine Vorreiterrolle im Interesse des Buches ein. Das ist absolut begrüßenswert", zeigt sich Michael Kernstock, Obmann des Fachverbandes Buch- und Medienwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) erfreut.

In Österreich ist der Buchpreis im Buchpreisbindungsgesetz (BuchPrG) geregelt: Dieses schreibt Verlagen bzw. Buchimporteuren vor, dass Bücher nicht unter einem Mindestpreis verkauft werden dürfen, der Preis also nicht unterschritten werden darf.

Und das soll künftig für Österreich eben auch für den grenzüberschreitenden Internethandel sowie für E-Books gelten. Dazu soll es diese Woche im Parlament einen Initiativantrag von SPÖ und ÖVP zur Novelle des Buchpreisbindungsgesetzes geben.

Geregelte Buchpreise gehen auf eine lange historische Entwicklung zurück. Die Buchpreisbindung gibt es in fast einem Dutzend europäischen Ländern, als erstes wurde sie in ihrer jetzigen Form in Frankreich eingeführt, in Österreich wurde das entsprechende Bundesgesetz im Jahr 2000 erlassen.

"Die Buchpreisbindung erfüllt wesentliche sozio-kulturelle und kulturpolitische Aufgaben", unterstreicht Branchensprecher Kernstock:
"Ein Vergleich zwischen jenen Ländern, wo es - wie in Österreich -eine Buchpreisbindung gibt, und anderen Ländern, wo keine entsprechenden Regelungen existieren, zeigt eine größere Vielfalt an Publikationen durch die Buchpreisbindung." Zudem verweist er auf die Tatsache, "dass eine Buchpreisbindung über das gesamte Sortiment den Konsument mit günstigeren Büchern versorgt. In Österreich entwickeln sich die Buchpreise stets niedriger als der VPI", so Kernstock. (JR)

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