Zugunglück in Wien-Kledering

Erfolgreiche Großeinsatzübung der Johanniter und ÖBB

Wien (OTS) - "Zwei Personenzüge stoßen zusammen, 75 Personen sind verletzt, darunter sind auch Schwerverletzte" - so lautete das Krisenszenario einer groß angelegten Einsatzübung der Johanniter.

Rund 140 Ehrenamtliche nahmen an der Übung des Johanniter-Katastrophenhilfsdienstes (KHD) in Zusammenarbeit mit der ÖBB teil, die am 20. September am Zentralverschiebebahnhof in Wien-Kledering stattfand.

"Ein Zugunglück ist ein interessantes Szenario, um für den Ernstfall zu üben", sagt Dipl.-Ing. Daniel Bomze, Leiter der Johanniter-Sanitätsgruppe und Übungsleiter. "Bei dieser Einsatzübung wurden besonders hohe Anforderungen gestellt: Erstens befanden sich viele verletzte Personen in den sehr engen Wagons. Zweitens wurde der Strom abgeschaltet und es gab kein Licht im Zuginneren. Drittens betrug der Abstand des Zuges zum Boden mehr als einen Meter, weil hier der Bahnsteig fehlte. Also mussten bei der Bergung spezielle Sicherheitsvorkehrungen im Gleisbereich getroffen werden!"

14 Stunden lang waren 40 Sanitäter sowie 30 weitere Teilnehmer mit 18 Rettungsfahrzeugen und sieben Anhängern vor Ort im Einsatz. 75 Personen mit realitätsnahen Verletzungen, die zuvor entsprechend geschminkt wurden, konnten fachgerecht versorgt werden.

Besonders lehrreich für alle Beteiligten war die Zusammenarbeit mit der Einsatzleitung und den Notfallkoordinatoren der ÖBB: "Solche Gelegenheiten sind selten und für alle eine sehr wertvolle Erfahrung", so Daniel Bomze.

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