VIRUS bei "Rasen am Ring": Autobahnneubaumoratorium statt abgekartetem Spiel

Schranken für Beton-, Benzin- und Blechfraktionen

Wien (OTS) - Aus Anlass der Mitwirkung am 8."Rasen Am Ring" nützt die Umweltorganisation VIRUS aus dem Wiener Werkstätten und Kulturhaus (WUK) den Internationalen Autofreien Tag, um notwendige verkehrspolitische Forderungen zuzuspitzen. VIRUS Sprecher Wolfgang Rehm: "Ein besonderer Schwerpunkt liegt heute auf den nach wie vor nicht sistierten Autobahnplänen im Großraum von Wien, wo mit S1 Lobauautobahn, S8, Spange Flugfeld & Co eine umweltfreundliche Verkehrspolitik behindert und angespannte Schuldenbudgets auf Jahrzehnte zusätzlich belastet werden würden, wir fordern auf der Ringstraße ein Moratorium für die Autobahnringe."

VIRUS agiert dabei im Verband mit der Plattform Autofreie Stadt in deren Rahmen in den letzten Jahren gemeinsam mit Organisationen wie Greenpeace, Radlobby IGF, Rettet die Lobau, Zukunft statt Autobahn, Arge Schöpfungsverantwortung und Fahrrad.WUK die Ringrasenveranstaltung als Fixstern der Wiener Mobilitätswoche hochgezogen und etabliert werden konnte. Der Ringstraße gilt auch die zweite Hauptforderung der Plattform, ein autofreier Ring jeden Sonntag als nächster Meilenstein auf dem Weg zur Verkehrsberuhigung in der Stadt.
Wenn am Autofreien Tag schon nicht in ganz Wien die Pferdestärken zum Stillstand kommen würden, dann sei ein verkehrsberuhigter Ring jedenfalls das geeignete Instrument, am autofreien Tag auf die Probleme des Mobilitätsverhaltens aufmerksam zu machen. "Den bereits zur Rasen-Am-Ring Folklore gehörenden Anwürfen aus den Reihen der Beton-, Benzin- und Blechfraktionen erteilen wir hingegen eine klare Absage", kritisiert Rehm und verweist auf die Bestätigung durch den Verfassungsgerichtshof, der in seinem diesjährigen Erkenntnis der Plattform Autofreie Stadt den Rücken gestärkt und den Begehrlichkeiten, die Versammlungsfreiheit einzuschränken eine klare Absage erteilt habe. "Die ewiggestrigen Herrschaften sollten einsehen, dass weitere Versuche. mit dem Kopf durch die eherne Wand der Menschenrechte zu laufen. keinen Sinn haben," so Rehm. Kritiker der Veranstaltung sollten stattdessen ihre Energien dahin lenken, die Autofahrer beim Einsatz ihrer natürlichen Intelligenz so zu unterstützen, dass sie der Erholungszone am Ring ebenso erfolgreich ausweichen wie dies bei der mehrwöchigen Teilsperre der Ringstraße 2008 der Fall war. Dann könnte erneut gezeigt werden dass es möglich ist, Verkehr zum Verschwinden zu bringen. Ebenso warnt VIRUS vor einer Neuauflage von dubiosen Studien mit denen die Emissionsbelastung durch "Rasen am Ring" suggeriert werden sollte. 2012 habe sich eben derjenige Verein für Kraftfahrzeugtechnik der jetzt mittels eines nahe stehenden TU Wien Instituts gegen Tempo 30 Zonen Stimmung mache, mit einer "Studie" blamiert, die Umweltbelastungen durch "Rasen am Ring" konstruieren wollte. "Letztendlich hat sich das dann als völlig unwissenschaftliches Machwerk herausgestellt, das weder den unverzichtbaren Methodikteil enthielt noch Luftschadstoff-messungen, wie sie in den Medien suggeriert worden waren," so Rehm

Die Umweltorganisation VIRUS sieht ihre diesjährige Hauptaufgabe darin, auf Basis umfangreicher UVP-Erfahrung die Aufmerksamkeit auf das " abgekartete Spiel" in der Umweltverträglichkeitsprüfung zu lenken. "Mit dessen Hilfe wird, unter Anwendung einer Reihe von Tricks und von den Augen der Öffentlichkeit weitgehend unbemerk,t nicht genehmigungsfähigen Autobahnneubauprojekten die Erlangung eine Genehmigung ermöglicht, um Politiker-Wunschkonzerte zu befriedigen," kritisiert Rehm abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Wolfgang Rehm, 0699/12419913, virus.umweltbureau@wuk.at

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