- 15.09.2014, 13:36:37
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Willi zu Stöger: Nicht die EU, sondern die Schweiz ist Bahn-Benchmark
Grüne: Besserstellung für Öffi-Pendler und 'zügige' Fernverkehrs-Offensive nötig
Utl.: Grüne: Besserstellung für Öffi-Pendler und 'zügige'
Fernverkehrs-Offensive nötig =
Wien (OTS) - "Bundesminister Stöger darf es sich nicht zu leicht
machen und sich aus der "Nummer 1 in der EU" ein verkehrspolitisches
Ruhekissen zu bereiten. Denn die Nummer 1 in der EU bleibt man auch
bei rückläufigen Zahlen und Marktanteilen, wie man am Beispiel des
Güterverkehrs sieht. Auch im Personenverkehr ist es leicht zu glänzen
im Vergleich mit Ländern wie etwa Frankreich, Schweden, Italien oder
östlichen Nachbarstaaten, wo ein massiver Rückbau des Bahnangebots in
der Fläche erfolgt ist. Wir Grüne erwarten, dass sich Österreichs
Verkehrspolitik nicht am EU-Mittelmaß, sondern an der Schweiz
orientiert. Sie ist Bahn-Benchmark", sagt Georg Willi,
Verkehrssprecher der Grünen, zur heutigen Jubelmeldung aus dem BMVIT.
Ein Blick auf die Fahrgastentwicklung der Bahn zeigt, dass die
Zuwächse im Nahverkehr erfolgen. "Diese Herausforderung müssen ÖBB
und BMVIT durch die höhere Gewichtung von Nahverkehrsprojekten im
Infrastruktur-Rahmenplan der Bahn aufnehmen. Damit der Trend anhalten
kann, ist Stöger auch gefordert, sich für eine Besserstellung der
Öffi-Benutzer unter den PendlerInnen bei Pendlerpauschale und Co
einzusetzen und Unsinns-Subventionen fürs Autofahren etwa im Bereich
Firmenwagen aktiv entgegenzutreten", meint Willi.
Luft nach oben ist auch im Bahn-Fernverkehr: "Auf die Effekte von
Großprojekten in 15 oder 20 Jahren zu setzen, ist für die Fahrgäste
von heute kein Angebot. Die negative Fahrgastentwicklung im
Fernverkehr kommt nicht von ungefähr. Dass sein neues Ressort die
direkten Schnellzüge zwischen Graz und Linz zuerst gestrichen und
sich dann jahrelang geziert hat, sie wieder zu bezahlen, wird
Bundesminister Stöger als Oberösterreicher ja bestimmt nicht
verborgen geblieben sein. Hier müssen erstens rasch ein attraktives
Intercity-Konzept und eine Stabilisierung bei den Nacht- und
Autoreisezügen her. Und zweitens muss das unflexible Railjet-Konzept
dringend geöffnet werden, damit die Garnituren nachfragegerecht mit
Einzelwaggons ergänzt werden können und die Radmitnahme nicht noch
jahrelang zur Staatsaffäre wird", sagt Willi.
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