• 15.09.2014, 12:18:18
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"Haus der Geschichte": Erste Sitzung des wissenschaftlichen Fachbeirates

LH Pröll: "Zeitgemäße Darstellung der Rolle Niederösterreichs als Kernland der Republik"

Utl.: LH Pröll: "Zeitgemäße Darstellung der Rolle Niederösterreichs
als Kernland der Republik" =

St. Pölten (OTS/NLK) - Im Landesmuseum Niederösterreich in St. Pölten
wird im Jahr 2017 ein Haus der Geschichte Niederösterreichs eröffnet.
In einer Dauerausstellung soll die Landesgeschichte präsentiert
werden, wobei der Rolle Niederösterreichs als Kernland der Republik
Österreich eine besondere Bedeutung zukommen wird. Für die
Vorbereitungen erfolgte am heutigen Tag mit der ersten Sitzung des
wissenschaftlichen Beirates ein wichtiger Meilenstein.

Mit diesem Projekt wolle man eine "landesweit einzigartige,
dauerhafte Präsentation der Landesgeschichte" schaffen, durch die
eine "zeitgemäße Darstellung der Rolle Niederösterreichs als Kernland
der Republik Österreich" erreicht werden soll, so Landeshauptmann Dr.
Erwin Pröll im Zuge der Sitzung. Das "Haus der Geschichte" soll
darüber hinaus auch einen Bildungsauftrag erfüllen, was insbesonders
für die Jugend wichtig sei, und auch "als Grundlage der
Forschungsarbeit" dienen. Der Landeshauptmann bedankte sich bei den
anwesenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für die
Mitarbeit an diesem Projekt: "Für uns ist die Aufarbeitung der
Zeitgeschichte ein Schritt in eine neue Zukunft, wir schlagen damit
eine neue Seite im Geschichtsbuch des Bundeslandes Niederösterreich
auf."

Am 14. April 2014 wurde die Schaffung eines Hauses der Geschichte
Niederösterreichs vom Niederösterreichischen Landtag beschlossen.
Dadurch wird den Besucherinnen und Besuchern des Landesmuseums neben
der Naturkunde eine einzigartige museale Präsentation der
Landesgeschichte mit einem zeithistorischen Schwerpunkt zugänglich
gemacht und ein wichtiger Beitrag zur Hebung des
Geschichtsbewusstseins geleistet.

Die Vermittlung der Inhalte soll auf den neuesten wissenschaftlichen
Erkenntnissen der Geschichtsforschung beruhen. Aus diesem Grund
werden führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch einen
Fachbeirat unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Stefan Karner sowie
seinem Stellvertreter Univ.-Doz. Dr. Wolfgang Maderthaner
miteingebunden. In diesem Gremium soll auf breitester Ebene ein
intensiver Diskurs zur Landesgeschichte stattfinden. Dabei sollen
alle relevanten, darunter auch widersprüchlichen zeitgeschichtlichen
Aspekte von den Fachleuten behandelt und dargestellt werden. Die
Ergebnisse sollen in die Ausstellungen im Haus der Geschichte
Niederösterreichs, das auf den drei Säulen Vermittlung, Service und
Forschung aufbaut, einfließen.

Die Koordination der wissenschaftlichen Aufarbeitung erfolgt durch
das Land Niederösterreich in Kooperation mit dem Ludwig Boltzmann
Institut für Kriegsfolgenforschung.

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