Ruck: Wirtschaftskammer für Tourismuszonen in Wien

Überdurchschnittlich viele Touristen am Wochenende in Wien - Studie: Sonntagsöffnung bringt 140 Mio. Euro Mehreinnahmen für den Handel - WK führt Urbefragung zu Tourismuszonen durch

Wien (OTS) - "Die Wirtschaftskammer ist für die Einführung von Tourismuszonen in Wien", fasst WK Wien-Präsident Walter Ruck das Ergebnis der Arbeitsgruppe aus Vertretern des Handels, Tourismus und Gewerbes zusammen. Die Empfehlung der Arbeitsgruppe erfolgte einstimmig. Konkret spricht sich die Wirtschaftskammer für die Möglichkeit der Sonntagsöffnung in Gegenden aus, die für den Tourismus von besonderer Bedeutung sind - also jedenfalls für den 1. Bezirk. "Tourismuszonen sind ein wichtiger Schritt, um Wien als moderne Weltstadt zu positionieren, die bei ihren Gästen mit Kunst und Kultur und künftig auch mit einem zeitgemäßen Einkaufserlebnis punktet", so Ruck. In einer Studie rechnet die KMU Forschung Austria bei Einführung von Tourismuszonen mit Mehreinnahmen von 140 Mio. Euro im Wiener Handel.

Tourismuszonen als Antwort auf Wandel im Städtetourismus
Der Tourismus in Wien hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt:

- So hat sich die Gesamtzahl der Betten seit 2004 verdoppelt. Besonders stark fiel der Anstieg im 5-Sternebereich aus.

- Gleichzeitig stieg die Zahl der Nächtigungen von 8 auf fast 13 Mio.

- Seit Jahren rangiert Wien unter den Top-Kongresstädten weltweit.

- Die Auslastung der Hotels ist am Samstag/Sonntag am höchsten. Der Freitag ist der stärkste Anreisetag. Das Wochenende gewinnt dadurch touristisch massiv an Bedeutung.

- Die Pro-Tag-Ausgaben der Touristen haben sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt.

"Wir wollen neue Wege denken. Wien soll für Gäste noch attraktiver werden und die Händler sollen die Möglichkeit haben, von der stetig steigenden Zahl an Touristen zu profitieren. Denn die meisten Gäste sind über das Wochenende in Wien", sagt Ruck. Mittlerweile ist es in allen anderen Bundesländern sowie in den meisten Städten Europas üblich, dass die Geschäfte in touristisch wichtigen Gebieten auch am Sonntag geöffnet sind.

Wo werden Tourismuszonen empfohlen?
Voraussetzung einer Tourismuszone ist ein außergewöhnlicher regionaler Bedarf, also wo viele Touristen unterwegs sind - wo es etwa besonders viele Hotels oder Sehenswürdigkeiten gibt. Das trifft jedenfalls auf den 1. Bezirk zu, der mit mehr als 2 Mio. Nächtigungen und den meisten Sehenswürdigkeiten Wiens klar an der "touristischen" Spitze liegt. Möglich wäre aber laut Experten auch eine Tourismuszone in den Bereichen Schönbrunn und untere Mariahilfer Straße.

WK Wien startet Urbefragung zu Tourismuszonen
Gleichzeitig führt die WK Wien eine Urbefragung zur Einführung von Tourismuszonen durch. Die Urbefragung - die größte Befragung in der Geschichte der Wirtschaftskammer - startet in den kommenden Wochen und bindet alle Wiener Unternehmerinnen und Unternehmer ein. "Die Einführung von Tourismuszonen stellt einen Paradigmenwechsel dar, dessen Bedeutung weit über den Handel hinausgeht", erklärt Ruck die Grundlage für die Urbefragung.
Parallel zur Befragung startet die Wirtschaftskammer Gespräche mit der Stadt Wien und Arbeitnehmervertretern, um den Rahmen für Tourismuszonen in Wien abzustecken. Denn was seit vielen Jahren in den anderen Bundesländern möglich ist, soll künftig auch in Wien möglich sein.

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