"Report" am 16. September: Ärztemangel, Sparkurs beim Bundesheer, Landtagswahl in Vorarlberg und Mülltaucher

Wien (OTS) - Susanne Schnabl präsentiert im "Report" am Dienstag, dem 16. September 2014, um 21.05 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Ärztemangel

In kaum einem anderen Land gibt es so viele Ärztinnen und Ärzte pro Einwohner wie in Österreich, trotzdem gibt es in den Spitälern zu wenige Mediziner/innen. Die neue EU-Arbeitszeitrichtlinie wird den Ärztemangel weiter verschärfen. Viele Jungärzte gehen ins Ausland, weil die Arbeitsbedingungen dort mittlerweile deutlich besser sind als hierzulande. Warum können die Spitäler die jungen Ärztinnen und Ärzte nicht halten? Was bedeutet das für unsere Gesundheitsversorgung? Und was kann das Pflegepersonal beitragen, um die Probleme zu lösen? Münire Inam und Jakob Horvat berichten.

Live zu Gast im Studio ist die neue Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser.

Das Pleiteheer

Der drastische Sparkurs beim Bundesheer wirkt sich immer dramatischer aus. Manche Einheiten sind nur mehr eingeschränkt einsatzfähig, allerorts mangelt es an Transportfahrzeugen und Treibstoff. Soldaten könnten im Katastrophenfall nicht mehr zeitgerecht zu ihren Einsatzorten gebracht werden, warnen ranghohe Offiziere. Besonders betroffen sind die bei Umweltkatastrophen wichtigen Pioniere. Verteidigungsminister Gerald Klug versucht zu beschwichtigen und verweist auf ein Reformpapier, das er in den nächsten Wochen präsentieren will. Mehr Geld für das Bundesheer wird es aber weder heuer noch im kommenden Jahr geben. Martin Pusch berichtet.

Testfall Vorarlberg

Die Landtagswahl in Vorarlberg könnte ein politisches Erdbeben im tiefschwarzen Ländle auslösen. Die ÖVP bangt um die absolute Mehrheit, der Landeshauptmann muss Konkurrenz in Grün und Pink fürchten: Die NEOS stehen vor dem Einzug in den Landtag, und die Grünen könnten erstmals seit 30 Jahren wieder erheblich zulegen. Auch wenn Vorarlberg seine Eigenständigkeit besonders betont, schauen die Bundesparteien diesmal mit Spannung ins Ländle. Diese Wahl ist ein Gradmesser der politischen Stimmung vor dem Superwahljahr 2015, berichtet Ernst Johann Schwarz.

Gutes Essen aus dem Müll

Supermärkte werfen täglich Tonnen an genießbaren Lebensmitteln in den Müll. Auf diese Müllräume haben es Gruppen junger Leute abgesehen. Sie nennen sich "Dumpster" und tauchen in die Müllcontainer, um sich Geld für Essen zu sparen. Viele von ihnen sehen in ihrem Handeln aber auch vor allem einen Protest gegen die Konsumgesellschaft. Die Handelsketten wehren sich gegen den Vorwurf der Verschwendung, die Konsumentinnen und Konsumenten würden nur makellose Waren kaufen wollen, und abgelaufene Waren an Sozialeinrichtungen zu verschenken sei auch aus rechtlichen Gründen problematisch. Jakob Winter und Robert Zikmund haben zwei Mülltaucherinnen und ihre Ausbeute nach so einer nächtlichen Tour beobachtet.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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