Stellungnahme von Verband Filmregie Österreich, Film Austria und AAFP

Wien (OTS) - Der Verband Filmregie Österreichs sowie die Produzentenverbände Film Austria und AAFP unterstützen die Aussagen des kaufmännischen Direktors Richard Grasl, die am 5.September im Kurier zitiert wurden: "Ja, ich bleibe dabei. Ich bin nicht gegen die Formel 1, sie funktioniert auch sehr gut. Da der ORF aber nicht mehr das Geld für alles hat, muss man Prioritäten setzen und wir mussten nach dem Auslaufen der Refundierung die Mittel für die österreichische Filmwirtschaft erheblich kürzen. Deshalb würde ich das Geld nach Ablauf des Formel-1-Vertrages 2016 lieber in österreichische Produktionen investiert wissen. Wir könnten so österreichischen Content schaffen, der auch wiederholbar ist, es wäre unverwechselbares Programm, und wir würden österreichische Wertschöpfung und Arbeitsplätze schaffen."

Unterstützung für diesen Vorschlag kam auch von der Kultursprecherin der SPÖ Elisabeth Hakel:

"Der ORF muss umdenken und auf Regionalität und österreichischen Content setzen. Jeder Euro, der in den österreichischen Film investiert wird, bringt Wertschöpfung in Österreich. Jetzt müssen den Ansagen auch Taten folgen. Auch die Quoten zeigen ganz eindeutig, dass die Zuseherinnen und Zuseher österreichische Produktionen bevorzugen", informierte Hakel. "Daher ist der Vorschlag von Richard Grasl jedenfalls unterstützungswert, der ORF muss hier Prioritäten setzen. Es handelt sich um eine Win-Win-Situation. Der ORF hat einen Kultur- und Bildungsauftrag und muss laut ORF-Gesetz auch österreichische künstlerische und kreative Produktionen angemessen berücksichtigen und fördern. Es geht daher nicht darum, dem ORF zu schaden, ganz im Gegenteil. Mehr österreichische Inhalte würden sowohl der österreichischen Filmwirtschaft als auch dem ORF nutzen", so Elisabeth Hakel.

Österreichische Filme und Serien haben im ORF zwei bis dreimal so hohe Quote wie das Kaufprogramm, das sich vor allem aus US-Ware zusammensetzt. Die Übertragung der Formel 1-Rennen zählt nicht zu den Kernaufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Zudem gibt es in Österreich einen Unternehmer, der sich mit einem eigenen Rennstall in der Formel 1 engagiert und der eine eigene Fernsehstation betreibt. Die Motorsport begeisterten Österreicher und Österreicherinnen müssten also nicht auf die Übertragung der Formel 1 Rennen verzichten.

Österreichisches fiktionales Programm aber kann man nirgendwo kaufen.

Man muss es produzieren.

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