Verkehrsfreigabe der Südumfahrung von Steinakirchen am Forst

LH Pröll: "Lebensqualität der Bevölkerung vor Ort verbessern"

St. Pölten (OTS/NLK) - "Der heutige Eröffnungstag ist ein ganz besonderer. Damit setzen wir den Schlussstein für ein ganz großes Projekt", so Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute, Freitag, bei der Verkehrsfreigabe der neuen Südumfahrung von Steinakirchen am Forst im Zuge der Landesstraße L 96. Diese nahm er gemeinsam mit Bürgermeister Ing. Wolfgang Pöhacker, Altbürgermeister Johann Schagerl (beide Marktgemeinde Steinakirchen am Forst), Franz Sonnleitner (Marktgemeinde Wang), Josef Sonnleitner (Gemeinde Wolfpassing), Nationalrat Mag. Andreas Hanger, Landtagsabgeordnetem Anton Erber, MBA, Landtagsabgeordneter Renate Gruber, Bezirkshauptmann Mag. Johann Seper und dem NÖ Straßenbaudirektor DI Peter Beiglböck vor.

Landeshauptmann Pröll bedankte sich bei den Bürgerinnen und Bürgern für ihr zahlreiches Erscheinen. "Das ist der beste Beweis dafür, dass wir mit der Realisierung der Südumfahrung einen ganz wesentlichen Beitrag für Sie geleistet haben", so Pröll. Ziel derartiger Projekte sei es, "die Lebensqualität der Bevölkerung vor Ort zu verbessern" und "die Projekte so zu planen und umzusetzen, dass auf breitester Ebene Sicherheit gewährleistet werden kann". Der Verkehr sei in den zurückliegenden Jahren und Jahrzehnten mehr geworden. Durch die Umfahrungsstraße werde die Gemeinde Steinakirchen am Forst noch mehr vom Durchzugsverkehr entlastet werden, davon würden die Bürgerinnen und Bürger profitieren. "Sie werden ein vollkommen neues Lebensgefühl empfinden", so Pröll zu den Festgästen. Seitens des Landes Niederösterreich seien insgesamt rund zehn Millionen Euro in die Nord- und Südumfahrung investiert worden.
Mit der Umfahrung erfahre die Lebensqualität in der Gemeinde eine Aufwertung, so Bürgermeister Pöhacker. "Die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Fahrradfahrer steigt. Das Wohnen und Einkaufen im Ort wird noch attraktiver", so Pöhacker. Der NÖ Straßenbaudirektor Beiglböck betonte, dass bei der Umfahrung auf eine "naturnahe Gestaltung" Wert gelegt wurde. Diese erfülle zudem auch den Hochwasserschutz.

Die rund 2,7 Kilometer lange Südumfahrung wurde mit einem Kostenaufwand von rund 5,8 Millionen Euro errichtet. Als Ergänzung zur bereits bestehenden Nordumfahrung kann damit in Zukunft Steinakirchen am Forst komplett umfahren werden. Die daraus entstehende Verkehrsreduktion im Ortsgebiet sorgt für eine wesentliche Verbesserung der Verkehrssicherheit, speziell für die schwächeren Verkehrsteilnehmer wie Fußgeher, Radfahrer und Kinder. Weiters wird durch die Umfahrung die wirtschaftliche Entwicklung des kleinen Erlauftales durch Verkürzung der Fahrzeit zur Anschlussstelle Amstetten Ost in Blindenmarkt forciert. Bei der Planung der Südumfahrung von Steinakirchen am Forst im Zuge der Landesstraße L 96 wurde sehr auf die Sicherstellung der gleichbleibenden Wohnqualität und auf Lärm- und Schadstoffemissionen für alle Bürgerinnen und Bürger Bedacht genommen.

Die Südumfahrung Steinakirchen am Forst beginnt beim Kreisverkehr ATZ Steinakirchen (Kreuzung L 89/L 96), welcher bereits im Zuge der Nordumfahrung errichtet wurde, und verläuft im Anschluss auf Wolfpassinger Gemeindegebiet Richtung Golfplatz Ernegg, schwenkt vor diesem Richtung Südwesten und überquert im Bereich des Burgerstegs die Kleine Erlauf. In weiterer Folge verläuft die Umfahrungsstraße parallel zur Landesstraße L 6158 und entlang der Kleinen Erlauf Richtung Süden und mündet im Bereich der Mühlbachbrücke im Gemeindegebiet von Wang wieder in die bestehende Landesstraße L 96 ein. Danach läuft die Umfahrung rund 700 Meter auf dem Bestand der L 96 und endet bei der Einfahrt in den Ortsteil Höfling.
Die zweispurige Umfahrungsstraße erstreckt sich über eine Länge von rund 2,7 Kilometer und weist eine Fahrbahnbreite von 7,5 Metern auf. Es wurden zwei Brücken (über den Mühlbach und über die Kleine Erlauf) sowie fünf niveaugleiche Anschlüsse von Landes- und Gemeindestraßen mit Linksabbiegestreifen errichtet. Aus Hochwasserschutzgründen wird die Umfahrungsstraße auf einem bis zu vier Meter hohen Damm geführt. Für den ungehinderten Hochwasserabfluss wurden Rohrdurchlässe und eine Flutmulde errichtet. Weiters wurden zwei Geh- und Radwegverbindungen (im Bereich von Stritzling mit Querungshilfe und südöstlich von Steinakirchen am Forst beim sogenannten Burgersteg) hergestellt. Zum Schutz des südöstlichen Siedlungsrandes von Steinakirchen am Forst wurde ein rund 230 Meter langer und 3,5 Meter hoher Lärmschutzwall errichtet sowie ein lärmmindernder Splittmastixasphalt auf der Landesstraße L 96 eingebaut. Außerdem wurden ökologische Ausgleichsmaßnahmen wie Ausgleichspflanzungen, Kleintierdurchlässe und Amphibienleiteinrichtungen sowie die Errichtung einer Geländesenke für Amphibienlaichhabitat durchgeführt.

Bei einem prognostizierten Verkehrsaufkommen für 2025 von rund 6.700 Fahrzeugen am Tag, die täglich durch Steinakirchen am Forst rollen würden, bringt die Südumfahrung einen Entlastungseffekt zwischen 50 und 80 Prozent.

Die Segnung der Südumfahrung nahm Diakon Robert Plank vor. Er bezeichnete die Umfahrung als ein "Werk der Verbindung", insbesondere der drei Gemeinden Steinakirchen am Forst, Wang und Wolfpassing. Die musikalische Umrahmung übernahm der Blasmusikverein Steinakirchen am Forst unter der Leitung von Kapellmeister Hannes Leichtfried.

Nähere Informationen: Amt der NÖ Landesregierung, Gruppe Straße, NÖ Straßendienst, Gerhard Fichtinger, Telefon 02742/9005-60141 bzw. 0676/812-6014.

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