Staatssekretärin Steßl traf Schweizer Finanzstaatssekretär De Watteville

Themen der Gespräche: automatischer Informationsaustausch, Steuerabkommen Österreich-Schweiz, Vermögenssteuern, Bankenregulierung

Bern/Wien (OTS) - Sonja Steßl, Staatssekretärin im Bundeskanzleramt, traf am Freitag im Rahmen eines Arbeitsbesuches in Bern den schweizerischen Staatssekretär für Internationale Finanzen, Jacques de Watteville. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Themen wie der automatische Informationsaustausch in Steuerfragen, das Steuerabkommen zwischen Österreich und der Schweiz sowie die Modelle der kantonalen Vermögenssteuern und schließlich Fragen der Eigenkapitalausstattung von Banken.

Staatssekretärin Steßl nach dem informellen Arbeitsgespräch: "Mir ist der Dialog zwischen unseren beiden Ländern sehr wichtig, er läuft für beide Seiten auch sehr gut. Finanz- und Steuerfragen spielen dabei natürlich eine wesentliche Rolle. Die Gespräche mit Staatssekretär De Watteville waren höchst interessant, vor allem was Verhandlungsstand und Vorbereitungen für den automatischen Informationsaustausch als Standard betrifft. Ebenso wichtig waren für mich die Informationen darüber, wie das System der schweizerischen Vermögensbesteuerung in der Praxis funktioniert - mit der Selbstdeklaration durch die Steuerpflichtigen, mit den verschiedenen Bemessungsgrundlagen, Freibeträgen, Höchstgrenzen und Steuersätzen in den Kantonen." Es sei im Gespräch betont worden, dass für die Schweiz Vermögens- und Erbschaftssteuern etwas völlig Selbstverständliches wären und die Administration einwandfrei liefe.

Zum Thema Steuerabkommen zwischen Österreich und der Schweiz bestätigte der eidgenössische Staatssekretär die heimischen Berechnungen: 735 Millionen Euro wurden bisher aus der Nachversteuerung eingenommen, 26 Millionen sind laufende Einnahmen (Quellensteuer). Es gab 21.000 Meldungen, ein Vermögen von sechs Milliarden Euro betreffend. Bis Mitte des Jahres sind im Finanzministerium etwas mehr als 5.700 Selbstanzeigen auf Basis des Abkommens eingelangt, diese werden derzeit abgearbeitet. "Beide Seiten haben betont, dass das Abkommen eine pragmatische und zielführende Lösung darstellt", so Staatssekretärin Steßl.

Am Samstag nimmt die Staatssekretärin auf Einladung des Kantons Aargau in Vertretung des Bundeskanzlers am Festakt "300 Jahre Friede von Baden" teil. Der Friede von Baden beendete als einer von drei Verträgen 1714 den Spanischen Erbfolgekrieg. Bei dieser Veranstaltung trifft die österreichischer Politikerin unter anderem auch die schweizerische Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf.

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