APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker - Schelling, Mitterlehner und Faymann aktuell vorne

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 29.08.2014 bis 04.09.2014 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Den ersten Platz im Ranking nimmt Hans Jörg Schelling (ÖVP) ein -zusätzlich war Schelling auch der höchste Neueinsteiger der Woche. Von ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner wurde Schelling - seit 2009 Präsident des Hauptverbandes der Sozialversicherungen - vergangene Woche als künftiger Finanzminister vorgeschlagen und vom ÖVP-Parteivorstand offiziell nominiert. Der frühere Möbelketten-Manager (Leiner/Kika, später Lutz) bringt umfangreiches Praxiswissen aus der Privatwirtschaft mit und ist für seinen konstruktiven und zielgerichteten Verhandlungsstil bekannt. Letzterer kam ihm vor allem bei der erfolgreichen Sanierung der Krankenkassen zugute, wo er mit schwierigen Partnern wie den Ärztekammern und den zuständigen Landespolitikern verhandelte. Auch bei der Gesundheitsreform arbeitet er erfolgreich mit dem ehemaligen Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) zusammen.

Der Multi-Funktionär Schelling, der neben einem frühen Nationalratsmandat und einem Sitz im St.Pöltner Stadtrat außerdem seit 2004 als Vizepräsident der Wirtschaftskammer fungiert, wird sich heiklen Aufgaben wie der Steuerreform und dem weiteren Vorgehen in der Causa Hypo Alpe Adria widmen. Bei seinem ersten Presseauftritt gab sich Schelling jedoch pragmatisch-optimistisch: "Die Probleme sind lösbar." Grundsätzlich will der gebürtige Vorarlberger den Eingangssteuersatz senken, um die mittleren Einkommen zu entlasten. Zum Zeitpunkt der Umsetzung befragt, blieb der neue Finanzminister jedoch vorerst vage.

Medien und Politologen heben Schellings Unabhängigkeit von Bünden und Landesparteien und seine Wirtschaftskompetenz positiv hervor. Auch sein Privatvermögen von mehreren Millionen Euro wird vorsichtig als Faktor für seine politische Unabhängigkeit genannt, da Schelling nicht aus finanziellen Gründen auf politische Ämter angewiesen sei.

Von den Oppositionsparteien gab es gemischte Reaktionen auf die Nominierung. Die Grünen-Parteichefin Eva Glawischnig gewährt Schelling einen "Vertrauensvorschuss", für den FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl ist er lediglich ein "Mann des alten Polit-Apparats".

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