Leitl: Exportbilanz positiv - Unterstützungsmaßnahmen müssen aber weitergeführt werden

Handelsbilanzdefizit im ersten Halbjahr verringert - Ausfuhrplus 1,2%, Importzuwachs 1%

Wien (OTS/PWK582) - "Österreichs Exporte entwickelten sich im ersten Halbjahr trotz schwierigerer Rahmenbedingungen insgesamt positiv. Durch den moderaten Anstieg der Exporte um 1,2% sowie den geringeren Anstieg der Importe um 1% im Vergleich zur Vorjahresperiode konnte das Handelsbilanzdefizit weiter verringert werden", sagt Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl anlässlich der heute (Freitag) veröffentlichten Außenhandelszahlen für das erste Halbjahr 2014 durch die Statistik Austria.

Innerhalb Europas hat sich die Außenhandelsentwicklung wieder stabilisiert und liegt mit einem Zuwachs von 1,5% bei den Exporten in die übrigen EU-Staaten leicht über dem Durchschnittswert. Während die Exportbilanz nach Deutschland mit einem Plus von 0,9% quasi stagniert, konnten zu anderen wichtigen EU-Handelspartnern zum Teil sogar starke Zugewinne verzeichnet werden: Frankreich (+5,7%), Niederlande (+18,4%), Großbritannien (+11,6%), Spanien (+8,3%), Polen (+6,5%), Tschechien (+4%), Slowakei (+4,8%), Ungarn (+7,1%).

Auch mit den meisten Überseedestinationen kann im ersten Halbjahr eine positive Exportbilanz gezogen werden: Amerika (+2,6%), Asien (+4%), Naher- und Mittlerer Osten (+4,8%), Australien & Ozeanien (14,8%). Einzelne Länder stechen dabei besonders hervor: USA (+6%), Kanada (+12,4%), Saudi-Arabien (+10,6%), VAE (+21,6%), Malaysia (+11,7%), Singapur (+9,3%) oder China (+12,2%).

"Es gab aber auch einige schmerzhafte Rückgänge bei unseren Ausfuhren zu verzeichnen", so Leitl. "Umso mehr müssen wir daher unsere Unternehmen unterstützen, Ausfälle in bestimmten Regionen mit dem Schritt in andere besser dastehende Länder zu kompensieren." Mit der gemeinsamen Exportoffensive 'go-international' vom Wirtschaftsministerium und der WKÖ gebe es dafür auch das richtige Werkzeug. "Wichtig wäre, dass diese Initiative auf Grund der grundsätzlich weltwirtschaftlich schwierigen Situation langfristig ausgerichtet und nach dem Auslaufen der aktuellen Periode im Frühjahr 2015 unbedingt verlängert und ausgebaut wird", betont Leitl.

Die auffallendsten Exportrückgänge gab es auf Grund der aktuellen Russland-Ukraine-Krise mit diesen beiden Staaten: Russland (-12%), Ukraine (-12,8%). Weitere wichtige Handelspartner in Übersee, bei denen ein Minus bei den Ausfuhren im ersten Halbjahr verzeichnet wurde sind u.a. Südafrika (-10,8%), Mexiko (-4,5%), Brasilien (-27,4%), Indien (-1,3%), Korea (-5%) oder Japan (-3,2%). (BS)

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