ORF III am Wochenende: Drei weitere Folgen von "Hitlers Manager" am Samstag, Start der Vorabendreihe "Operette sich wer kann" am Sonntag

Speer, von Braun und die Krupp-Werke im "zeit.geschichte"-Fokus; "Wiener Blut", Thielemann-Porträt und ein "Erlebnis Bühne"-Abend für Richard Strauss

Wien (OTS) - Zeitgeschichte, Operette und Oper sind die Schwerpunkte des ORF-III-Hauptabendprogramms am kommenden Wochenende: So stehen am Samstag, dem 6. September 2014, ab 20.15 Uhr drei weitere Ausgaben der Reihe "Hitlers Manager" auf dem Programm, die sich mit Hitlers Architekten Albert Speer, dem Technik-Experten und Raketeningenieur Wernher von Braun und der Rolle der Krupp-Werke als Waffenschmiede des NS-Reichs befassen. Am Sonntag, dem 7. September, präsentiert ORF III um 17.30 Uhr erstmals die neue Vorabendreihe "Operette sich wer kann" mit Christoph Wagner-Trenkwitz, die zum Auftakt "Wiener Blut" mit Willy Forst, Theo Lingen, Hans Moser und Maria Holst bietet. Danach schafft Stardirigent Christian Thielemann spielend leicht den Übergang von Johann Strauß' Operettenklassiker zum "Erlebnis Bühne"-Hauptabend, wenn er um 19.15 Uhr in "Das ganze Interview:
Christian Thielemann" u. a. den Unterschied zwischen Operette und Oper erklärt. Anschließend gehört der ORF-III-Hauptabend ganz dem Jahresregenten Richard Strauss: auf die Opern "Salome" um 20.15 Uhr und "Daphne" um 22.00 Uhr folgt um 23.55 Uhr Strauss' Tondichtung "Don Quixote".

Die Sendungen im Detail:

Samstag, 6. September:

"zeit.geschichte": "Albert Speer - Der Aufrüster" (20.15 Uhr), "Wernher von Braun - Der Raketenmann" (21.05 Uhr) und "Alfred und Gustav Krupp - Die Waffenschmiede" (22.00 Uhr)

Die Reihe "Hitlers Manager" berichtet über jene Männer, die halfen, die Hitler-Diktatur zu organisieren und an seiner Seite Karriere machten. "Albert Speer - Der Aufrüster" und Baumeister gab der braunen Ideologie Formen in Stein und Beton. Hitlers Lieblingsarchitekt lieferte die Pläne für die Stätten zementierter Geltungssucht. Im Gefolge des Tyrannen erlebte Speer als junger Architekt einen rasanten Aufstieg.
"Wernher von Braun - Der Raketenmann" gilt als einer der Väter des Mondflugs. In Hitlers Vernichtungskrieg baute der begnadete Techniker sogenannte Vergeltungswaffen. Nach dem Krieg arbeitete von Braun für die Amerikaner - eine Mittäterschaft an den Verbrechen des Naziregimes hat er stets beharrlich abgestritten.
Als Waffenschmiede des Reiches verdiente die Firma Krupp an den grausamen Materialschlachten des Ersten Weltkriegs und als NS-Musterbetrieb profitierte Krupp wie kein anderes Unternehmen von Hitlers Rüstungspolitik. "Alfred und Gustav Krupp - Die Waffenschmiede" zeigt, welchen Anteil die Großindustrie am Aufstieg Hitlers hatte und warum Manager wie Krupp und Thyssen in der Diktatur so verschiedene Wege einschlugen.

Sonntag, 7. September

"Operette sich wer kann: Wiener Blut" (17.30 Uhr)

Gesang, Schauspiel, Tanz - in der neuen sonntäglichen ORF-III-Vorabendreihe "Operette sich wer kann" präsentiert Christoph Wagner-Trenkwitz charmant und kurzweilig meisterliche Operettenklassiker. Den Auftakt macht Johann Strauß' "Wiener Blut" in einer Verfilmung von Willi Forst aus dem Jahr 1942 mit Fred Liewehr, Willy Fritsch, und Maria Holst. Seinen ganz besonderen Unterhaltungswert bezieht der Film vor allem aus der Rivalität zwischen den Kammerdienern Hans Moser und Theo Lingen. In den folgenden Wochen zeigt ORF III "Ein Walzertraum" (14. September, 17.25 Uhr), "Gräfin Mariza" (21. September, 17.30 Uhr), "Paganini" (28. September, 18.00 Uhr) und "Der Graf von Luxemburg" (5. Oktober, 16.50 Uhr).

"Das ganze Interview: Christian Thielemann" (19.15 Uhr)

Barbara Rett trifft den charismatischen deutschen Dirigenten zum Interview in Max Reinhardts Bibliothek in Schloss Leopoldskron und spricht mit ihm über die von Publikum und Kritik bejubelte "Arabella" von den Osterfestspielen 2014 (zu sehen in ORF III am Sonntag, dem 9. November, um 20.15 Uhr), die Zusammenarbeit zwischen Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal, den Unterschied zwischen Oper und Operette, die "böhmische Verwandtschaft" der Wiener Philharmoniker mit der Staatskapelle und das Dirigieren aus der Originalpartitur.

Ein "Erlebnis Bühne" Abend im Zeichen von Richard Strauss: "Salome" (20.15 Uhr), "Daphne" (22.00 Uhr) und "Don Quixote" (23.55 Uhr)

Über das ganze Richard-Strauss-Jubiläumsjahr verteilt widmet sich "Erlebnis Bühne" immer wieder dem musikalischen Erbe des Komponisten am Übergang zwischen Romantik und Moderne. Diesmal präsentiert ORF III gleich einen dreifachen musikalischen Strauss-Abend.
Die brisante Mischung aus Erotik, Gewalt, Christentum und Sexualpathologie der "Salome" war zu viel für die gute Gesellschaft im Wilhelminischen Kaiserreich und sorgte bei der Uraufführung 1905 für einen gehörigen Skandal. Und doch bediente Richard Strauss mit seinem Einakter nach Oscar Wildes Drama den Zeitgeist, der nach Exotik und Dekadenz verlangte, und so trat "Salome" schnell ihren Siegeszug über die Bühnen der Welt an. "Erlebnis Bühne" zeigt sie in einer Verfilmung von Götz Friedrich aus dem Jahr 1977 mit Karl Böhm am Pult der Wiener Philharmoniker und Teresa Stratas, Bernd Weikl und Astrid Varnay als überragende Solisten.
Mit "Daphne" nahm sich Richard Strauss Mitte der dreißiger Jahre eines bewegenden mythologischen Stoffes an. Die Wiener Staatsoper zeigte diese "bukolische Tragödie" 2004 in der Inszenierung von Nicolas Joel. In der starbesetzten Aufführung sind Walter Fink, Marjana Lipovsek, Michael Schade, Johan Botha und Ricarda Merbeth in der Titelrolle zu sehen und zu hören. Es dirigiert Semyon Bychkov. Im Anschluss folgt Richard Strauss' "Don Quixote", eine Tondichtung, die auf Miguel de Cervantes' Roman basiert. Sie ist in Form einer konzertanten Sinfonie komponiert, mit einem Solocello, das die Figur des Don Quijote repräsentiert, sowie mit Bratschen-, Tenortuben- und Bassklarinetten-Solisten, die seinen Begleiter Sancho Pansa darstellen. 1975 führten die Berliner Philharmoniker die Tondichtung unter der musikalischen Leitung von Herbert von Karajan auf. Solisten waren Mstislaw Rostropowitsch am Cello und Ulrich Koch an der Bratsche.

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