Irak: Mehr als eine Million Menschen bekommen Hilfe vom Roten Kreuz

Wien (OTS/Rotes Kreuz) - Die andauernden Kämpfe in den verschiedenen Regionen des Irak haben eine Vertreibung von mehr als eineinhalb Millionen Menschen zur Folge. Seit Jänner beliefert das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) die notleidende Bevölkerung mit Lebensmittelpaketen, Trinkwasser und medizinischer Versorgung.

"Menschen, die ihre Häuser verlassen mussten, haben ihr ganzes Hab und Gut zurückgelassen ohne Möglichkeit, ihren weiteren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Sie haben weder genug zu essen noch zu trinken und keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung", sagt Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. "In Kriegssituationen muss Verletzten und Verwundeten der Zugang zur Gesundheitsversorgung garantiert sein", so Kerschbaum. In den meisten Orten stelle die Aufnahme von Vertriebenen eine starke Belastung für die einheimische Bevölkerung dar. Das Rote Kreuz liefert Nothilfepakete in 14 Provinzen, wo die notleidende Bevölkerung Zuflucht gefunden hat.

In der kurdischen Region des Irak steigt die Anzahl an Flüchtlingen täglich. Das Rote Kreuz hat zusätzliche Hilfsgüter aus Jordanien eingeflogen, Überlebenspakete aus der Türkei und dem Iran geholt und weitere Güter lokal in Erbil zugekauft.

"In Städten wie Dohuk, Sharia und Khanke, in der Kurden-Region, sind Flüchtlinge mittlerweile in Schulen und leer stehenden Gebäuden untergebracht", sagt Kerschbaum. "In Kooperation mit der Regierung und der lokalen Behörde hat das Rote Kreuz Überlebenspakete für mehr als 320.000 Flüchtlinge in Basrah und Dohuk verteilt."

Die andauernden Kämpfe haben auch Gesundheitseinrichtungen stark unter Druck gesetzt. Tausende verwundete und chronisch kranke Menschen benötigen dringend medizinische Hilfe. In Absprache mit den lokalen Gesundheitsbehörden hat das Rote Kreuz medizinische Materialien zur Wundversorgung für über 120.000 Menschen in Fallujah, Mosul, Al-Hamdaniyah, Erbil, Sinjar, Ba'shiqah, Qara Tappa, Sa'diyah und Tooz verteilt.

Seit Anfang des Jahres hat das Rote Kreuz Trinkwasser für knapp 865.000 Menschen bereitgestellt, über 200.000 davon sind Vertriebene. Das Österreichische Rote Kreuz hat diese Hilfe in einem ersten Schritt mit 25.000 Euro unterstützt und bittet weiterhin um Spenden.

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