AK warnt: Hohe Bankspesen bei Verbraucherkrediten (2/2)

Kundin wurde für vorzeitige Rückzahlung mit 300 Euro Spesen "bestraft"

Wien (OTS) - Ein Fall aus der AK-Konsumentenberatung zeigt das Problem hoher Bankspesen: Frau K. hatte kürzlich einen Teil ihres Wohnkredites vorzeitig zurückgezahlt. Die Bank verlangte eine satte Gebühr in Höhe von 300 Euro, die auf den Kreditsaldo aufgeschlagen wurde. AK Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic rechnet vor: "Das kommt im konkreten Fall einer Strafgebühr in Höhe von 10 Prozent des vorzeitig zurückbezahlten Betrages gleich!" Auf Nachfrage der Kundin hieß es seitens der Bank, dass wegen der vorzeitigen Einzahlung des Geldbetrages die Ratenhöhe des Kredits neu zu berechnen war. Das sei eine Vertragsänderung, dabei fielen Spesen für die Ratenplanänderung von 300 Euro an. Die AK unterstützt nun die Konsumentin, um eine Rückbuchung der 300 Euro zu erreichen. Nach AK-Rechtsmeinung dürfen Banken in solchen Fällen, wo keine Vorfälligkeitsentschädigung bezahlt werden muss, auch keine Verwaltungs- oder ähnliche Kosten verrechnen. Auch nicht für die Neuberechnung der Kreditrate.

Tipps für KonsumentInnen:
+ Service zum OGH-Urteil: Musterbrief zu rechtswidrigen Spesen bei Kreditrestschuldbestätigung und Kontoschließungsgebühr:
www.arbeiterkammer.at/beratung/konsument/Geld/Kredite/OGH-Urteil_zu_u nerlaubten_Kreditkosten.html

+ Die verlangten Spesen überprüfen, ob sie vertraglich geregelt sind. Bei etlichen Spesen gibt es Verhandlungsspielraum - wie z. B. für Stundung oder Sicherheitenwechsel. Unterstützung bietet auch AK-Konsumentenberatung.

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AK Wien Kommunikation
Katharina Nagele
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