WKÖ-Moretti fordert zum Welttag des Kindes Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen

Vorsitzende von Frau in der Wirtschaft: "Nicht nur in den Ferien stellt die Kinderbetreuung Eltern vor enorme Herausforderungen"

Wien (OTS/PWK580) - "Alle Jahre wieder führen Ferien für viele berufstätige Eltern zu einem massiven Betreuungsengpass und verschärfen das Problem, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Darunter leidet oft auch das Familienleben enorm", betont Adelheid Moretti, Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft (FiW), der Unternehmerinnenvertretung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) anlässlich des Welttages des Kindes am Sonntag.
"Wir bekräftigen deshalb unsere Forderung, die Kinderbetreuungszeiten an die modernen Arbeitswelten von berufstätigen Eltern und Familien anzupassen. Nur so können wir Rahmenbedingungen schaffen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf langfristig zu gewährleisten", zeigt sich Moretti überzeugt.

Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen: Noch immer Hürde für Vereinbarkeit von Job und Familie

Es sei natürlich erfreulich, dass durch die Einigung zwischen Bund und Ländern im Juni dieses Jahres die Schaffung von 30.000 Betreuungsplätzen für unter 3-Jährige für die kommenden vier Jahren beschlossen wurde, so Moretti. Damit wurde eine langjährige Forderung von Frau in der Wirtschaft erfüllt. Ein großes Problem für berufstätige Elternteile sieht Moretti nach wie vor in den Schließzeiten von Österreichs Kindergärten, die durchschnittlich bei mehr als drei Wochen liegen: "Wir fordern, die Schließzeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen auf maximal drei Wochen pro Jahr zu reduzieren und gleichzeitig die Öffnungszeiten auf mindestens 50 Stunden pro Woche auszuweiten. Um Familien die ohnehin schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Familie so gut als möglich zu erleichtern, ist das unumgänglich", appelliert Moretti.

Ferienschließzeiten bei Schulkindern - Belastungsprobe für die Familie

Eine große Belastungsprobe für Familien ortet Moretti bei der ganzjährigen Betreuung von Schulkindern: "Wir wissen, dass es vor allem bei Familien mit mehreren Kindern, die unterschiedliche Schulen besuchen, zu massiven Betreuungsengpässen kommen kann. Denn sehr häufig werden die schulautonomen Tage nicht einheitlich festgesetzt, weshalb sich die Eltern mehrere Tage pro Kind für die Kinderbetreuung frei nehmen müssen - und das zusätzlich zu den rund 14 Wochen Schulferien pro Jahr, in denen es noch immer an adäquater Betreuung fehlt", kritisiert Moretti. Anstatt der ersehnten Erholung, so Moretti, würde es an den schulautonomen Tagen dann meist noch schwieriger, Familie und Beruf zu vereinbaren. "Die Vereinheitlichung der schulautonomen Tage - zumindest im jeweiligen Bundesland - ist daher aus unserer Sicht dringend notwendig", fordert Moretti abschließend. (ES)

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