Wie betrifft österreichische Unternehmen das Thema Menschenrechte?

Praxisbeispiele im Rahmen eines respACT-Unternehmerforums präsentiert

Wien (OTS) - Zahlreiche VertreterInnen aus namhaften Unternehmen, aber auch NGOs und dem öffentlichen Sektor tauschten sich am 4. September im Rahmen des respACT-Unternehmerforums "Menschenrechte im Unternehmenskontext" aus. Die Sensibilisierung für Menschenrechtsfragen im betrieblichen Kontext und das Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten lag im Fokus der von respACT - Österreichs Unternehmensplattform für Corporate Social Responsibility (CSR) -organisierten Veranstaltung.

Relevanz nimmt stetig zu

Florian Schönberger, Vertreter des österreichischen Nationalen Kontaktpunktes für die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, betonte bei der Begrüßung die steigende Relevanz des Themas Menschenrechte für österreichische Unternehmen aller Größen. Ende Juni stimmte der UN-Menschenrechtsrat dafür, verbindliche Regeln für transnationale Unternehmen zu erarbeiten - ein Anzeichen dafür, dass der Beitrag von Unternehmen zur Wahrung der Menschenrechte immer stärker in den Fokus rückt. Welche Vorteile eine proaktive Herangehensweise dem Unternehmen bringt, weiß auch Richard Bachinger, Community Relations Manager der OMV AG, der die Strategie des Mineralölkonzerns präsentierte: "Der Schutz der Menschenrechte ist von besonderer Bedeutung für unsere Wachstumsstrategie. Wir stellen sicher, dass die Menschenrechte in unserem Einflussbereich in allen Ländern, in denen wir bereits tätig sind, geachtet und erfüllt werden. Wir wollen aber auch in jenen Ländern ein systematisches Management der Menschenrechte ermöglichen, in denen wir in Zukunft tätig werden könnten." Weiters erfuhren die TeilnehmerInnen von Sandra Kolleth, Geschäftsführerin von Xerox Österreich, über deren Maßnahmen im Bereich Antidiskriminierung.

Gute Gründe für strategische Herangehensweise

Unternehmen haben erkannt, dass sie Risiken und Chancen mithilfe einer Menschenrechtstrategie besser erkennen können, um langfristig zur Achtung der Menschenrechte beizutragen. Außerdem hilft sie ihnen, interne Managementkapazitäten aufzubauen und unternehmerischen Anspruchsgruppen (Stakeholdern) zu zeigen, dass ihre Selbstverpflichtung zur Förderung der Menschenrechte ernst gemeint ist. Dabei können Unternehmen auf zahlreiche Instrumente zurückgreifen, die ihnen helfen, sich mit der Thematik vertraut zu machen und praktische Maßnahmen zu setzen. Die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen propagieren einen vorsorgenden Zugang, sodass Menschenrechtsverletzungen und damit verbundene negative Konsequenzen vermieden werden können. Für Unternehmen ist die Auseinandersetzung mit dem Thema Menschenrechte nicht nur im Auslandsgeschäft, sondern auch im Rahmen internationaler Lieferketten von großer Bedeutung.

"Die Wahrung der Grundrechte in seinem Einflussbereich ist die Verantwortung eines jeden Einzelnen. Unternehmen müssen die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf die Gesellschaft berücksichtigen, allen Formen der Diskriminierung und Belästigung vorbeugen und personenbezogene Daten schützen", so Morten Kjaerum, Gastgeber und Direktor der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA). "Die Grundrechteagentur der EU sieht Unternehmen als Partner zum Schutz dieser Rechte an - wir sind überzeugt, dass dies letztendlich eine bessere Art zu Wirtschaften bedeutet."

Über respACT:

respACT - austrian business council for sustainable development ist Österreichs führende Unternehmensplattform zu Corporate Social Responsibility (CSR) und Nachhaltiger Entwicklung. Der Verein unterstützt die Mitgliedsunternehmen dabei, ökologische und soziale Ziele ökonomisch und eigenverantwortlich zu erreichen. Derzeit zählt der Verein rund 260 Mitgliedsunternehmen. www.respact.at

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respACT - austrian business council for sustainable development
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