• 02.09.2014, 15:27:08
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Dolomitsteinbruch in Großstübing: Greiner-Anfrage an Umweltminister Rupprechter

Bevölkerung befürchtet Nachteile für Lebens-, Umwelt- und Wasserqualität durch Großprojekt

Utl.: Bevölkerung befürchtet Nachteile für Lebens-, Umwelt- und
Wasserqualität durch Großprojekt =

Wien (OTS/SK) - Eine Anfrage im Zusammenhang mit dem geplanten
Dolomitsteinbruch "Köppel" im steirischen Großstübing in der Nähe von
Graz hat SPÖ-Abgeordnete Karin Greiner an Landwirtschafts- und
Umweltminister Rupprechter gestellt. Konkret geht es um den Antrag
auf Erteilung eines Gewinnungsbetriebsplans für den Steinbruch - die
Bevölkerung befürchtet eine massive Beeinträchtigung durch Lärm,
Staub und Nachteile für den Landschafts- und Gewässerschutz. ****

Die Abbaudauer durch den Dolomitsteinbruch "Köppel" in Großstübing
soll 26 Jahre betragen, wobei jährlich 150.000t bzw. 60.000m3
abgebaut werden sollen. Im Regelbetrieb sind vier Fuhren pro Stunde
mit beladenen LKWs vorgesehen. Das Projekt wurde mit einer Größe von
4,9 ha eingereicht, womit die Schwelle für eine UVP-Verpflichtung des
Verfahrens knapp unterschritten wird. "Für die Bevölkerung in
Großstübing und in den anderen Gemeinden, die auch von diesem
Großprojekt betroffen sind, wird eine seit zehn Jahren bestehende
Befürchtung nun drohende Wirklichkeit", so Greiner.

In ihrer Anfrage will Greiner vom Umweltminister wissen, ob die
wirtschaftliche Notwendigkeit zum Abbau von Gestein in dieser
Qualität besteht, ob ein allfälliger volkswirtschaftlicher Mehrwehrt
den Eingriff in ein Landschaftsschutzgebiet rechtfertigt und ob die
Wasserqualität gewährleistet werden kann, zumal 40 Prozent des Grazer
Trinkwassers aus diesem Gebiet kommen.

Befürchtet werden außerdem negative Auswirkungen auf die Luftqualität
und damit Auswirkungen auf die Patientinnen und Patienten der
Lungenabteilung des LKH Hörgas-Enzenbach durch den Feinstaub, der
durch den Steinbruch entsteht. Kritisch sieht Greiner auch die
Regelungen zu Umweltverträglichkeitsprüfung: "Die Praxis, Ansuchen
für eine Abbaufläche knapp unter der UVP-Pflichtigkeit einzureichen,
ist zu hinterfragen." Greiner in ihrer Anfrage: "Führt die aktuelle
Regelung im Bereich der Schwellenwerte dazu, dass
Umweltverträglichkeitsprüfungen umgangen werden - und welche
Verbesserungsmöglichkeiten gibt es?" (Schluss) ah/sc

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