• 02.09.2014, 13:45:34
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JW-Rohrmair-Lewis: Nur grundsätzliches Umdenken stoppt Negativtrend bei Arbeitslosigkeit

AMS-Zahlen zeigen abermaligen Anstieg der Arbeitslosigkeit - Junge Wirtschaft fordert rasche Maßnahmen zur Förderung von Unternehmertum für mehr Beschäftigung

Utl.: AMS-Zahlen zeigen abermaligen Anstieg der Arbeitslosigkeit -
Junge Wirtschaft fordert rasche Maßnahmen zur Förderung von
Unternehmertum für mehr Beschäftigung =

Wien (OTS/PWK572) - "Die gestern vom Arbeitsmarktservice (AMS)
veröffentlichten Arbeitsmarktdaten zeigen leider weiterhin einen
klaren Negativtrend. Es gibt mehr Arbeitslose, die länger ohne
Beschäftigung sind und denen immer weniger offenen Stellen
gegenüberstehen", kommentiert Herbert Rohrmair-Lewis,
Bundesvorsitzender der Junge Wirtschaft (JW), die dramatische Lage am
heimischen Arbeitsmarkt.

Und tatsächlich befinden sich sämtliche Kennzahlen im roten
Bereich. Mit 292.321 Personen waren 11,1 Prozent mehr als arbeitslos
vorgemerkt als im gleichen Monat des Vorjahres. Innerhalb eines
Monats betrug der Anstieg 5.958 bzw. 2,1 Prozent. Die Zahl der
Schulungsteilnehmer liegt derzeit um 5,5 Prozent höher als noch
vergangenes Jahr. Und auch die durchschnittliche Dauer der
Arbeitslosigkeit ist mit 113 Tagen um ganze 15 Tage länger. "Wir
sehen seit Monaten eine immer drastischere Verschlechterung am
Arbeitsmarkt, der die Politik tatenlos zusieht. Nur ein
grundsätzliches Umdenken in Richtung Förderung des heimischen
Unternehmertums kann die Trendumkehr schaffen, denn Unternehmer
sorgen für Beschäftigung", fordert der JW-Bundesvorsitzende rasche
Maßnahmen.

Befreiung von Lohnnebenkosten für den 1. Mitarbeiter im ersten
Jahr

Einen zentralen Punkt zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sieht
Rohrmair-Lewis in der spürbaren Entlastung des Faktors Arbeit: "Mit
derartig hohen Lohnnebenkosten und fehlenden Anreizen lässt sich die
Arbeitslosigkeit nicht effektiv bekämpfen. Wir fordern daher eine
Lohnnebenkostenbefreiung für den ersten Mitarbeiter im ersten Jahr.
Das ermöglicht insbesondere jungen Unternehmen, neue Jobs zu
schaffen". Dabei kann er auf ein riesiges Beschäftigungspotential
verweisen, denn durchschnittlich schafft jedes neugegründete
Unternehmen bereits im ersten Betriebsjahr 2,4 Arbeitsplätze.

Bessere Rahmenbedingungen für alternative
Finanzierungsmaßnahmen

Häufig ermöglicht die Gründung eines Unternehmens aber erst der
Zugang zu alternativen Finanzierungsformen. "Zu oft bleibt dieses
Potential ungenutzt liegen, weil es an ausreichender Finanzierung
fehlt. Deshalb braucht es endlich attraktivere Rahmenbedingungen für
Crowdfunding", erklärt der JW-Bundesvorsitzende.

Bürokratie killt Jobs

Ebenso erschwerend wirkt die überbordende Bürokratie für die
heimischen Unternehmer. "Die ausufernde Bürokratie und
Verwaltungsvorschriften verursachen unnötigen zeitlichen Aufwand,
Mühen und Kosten. Investitionen in neue Mitarbeiter bleiben dabei auf
der Strecke", so Rohrmair-Lewis. Er fordert daher rasch Maßnahmen zum
Abbau der größten bürokratischen Hindernisse. Konkret sind das die
Vereinfachung der Lohnverrechnung, Abschaffung der
Pflichtveröffentlichung in der Wiener Zeitung und der
Notariatspflicht. "Es ist mehr als zynisch, dass in so einer
Situation gerade der Staat die Tätigkeit von Unternehmern unnötig
erschwert. Bürokratieabbau ist eine absolute Notwendigkeit", so
Rohrmair-Lewis. (ES)

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