Krassnitzer und Neuhauser eröffnen die "Tatort"-Saison

ORF-Premiere für Sicheritz' "Tatort: Paradies" mit Peter Weck, Michael Ostrowski u. a.

Wien (OTS) - Die neue "Tatort"-Saison startet dieses Jahr mit einem Austro-"Tatort". In der ORF-Premiere von "Tatort: Paradies" versammelt Regisseur Harald Sicheritz nach einem Drehbuch von Uli Brée mit Peter Weck, Simon Schwarz, Branko Samarovski, Michael Ostrowski, Johannes Zeiler und vielen mehr ein hochkarätiges Schauspielensemble um Ermittlerduo Adele Neuhauser und Harald Krassnitzer. Die HD-Produktion steht am Sonntag, dem 31. August 2014, um 20.15 Uhr auf dem Programm von ORF 2 (auch als Hörfilm). "Paradies" ist der erste "Tatort", der fast zur Gänze in der Steiermark spielt. Die Ermittler werden diesmal mit Drogenschmuggel im Altersheim konfrontiert. Und dabei beginnt eigentlich alles mit der traurigen Nachricht, dass Bibi Fellners Vater im Sterben liegt. Nach seinem Tot bleibt ein großes Geheimnis: denn um aus dem verhassten Altersheim zurück in die Freiheit, ins "Paradies", zu kommen, scheinen Bibis Vater und andere Senioren an die Grenzen der Legalität gestoßen zu sein.

Harald Krassnitzer: "Es ist eine Geschichte, die interessiert und sehr spannend ist"

Harald Krassnitzer freut sich sehr, dass "wir mit u. a. Peter Weck, Peter Fröhlich und Gertrud Roll Leute an Bord haben, die außergewöhnlich sind und österreichische Theater- und Fernsehgeschichte geschrieben haben. Und es macht auch wirklich Spaß, mit so erfahrenen 'alten Hasen' zu spielen und zusammenarbeiten zu können." Und weiter zum aktuellen Krimi: "Es ist eine Geschichte, die interessiert und sehr spannend ist. Wir nehmen uns solcher Themen immer gerne an, weil sie die größtmöglichen Spannungsfelder und Fallhöhen beinhalten - und weil sie unserer Meinung nach das Publikum auch berühren."

Adele Neuhauser: "Altersarmut ist verbreiteter, als man denkt, und betrifft erstaunlich viele Menschen"

Für Adele Neuhauser ist es diesmal "ein anderer Tatort": Wir leben in einem sehr reichen und geschützten System, aber Altersarmut ist verbreiteter, als man denkt, und betrifft erstaunlich viele Menschen", so Adele Neuhauser über ihren aktuellen "Tatort"-Fall. "Und ich empfinde es fast als Pflicht, dieses Format zu nutzen, um brisante Themen aufzugreifen und sozialkritisch damit umzugehen -

eine bessere Plattform auf der fiktiven Ebene gibt es gar nicht. Es liegt aber an der Geschichte, dass es ein anderer 'Tatort' ist - ein anderer Rhythmus, eine andere menschliche Qualität. Bibi Fellner ist diesmal persönlich sehr betroffen, weil ihr Vater in diesem Altersheim ist. Anfangs gibt es für die Ermittler eigentlich gar keinen Fall. Das ist ein interessanter Kniff, dass sich der Fall erst ergibt, und führt dazu, dass auch die Stimmung eine andere ist." Peter Weck: "Ich hätte gerne viel mehr unsympathische Charaktere gespielt"

Peter Weck, der bereits dreimal bei einem "Tatort" Regie geführt, aber noch nie als Schauspieler mitgewirkt hat, über seine Rolle: "Ich spiele einen ehemals erfolgreichen Unternehmer, der im Altersheim landet, weil ihn seine Tochter, der er alles überschrieben hat, vor die Tür gesetzt hat. Und so nimmt die Tragödie ihren Lauf. Vor 30 oder 40 Jahren habe ich schon einen Autoschmuggler gespielt, aber Drogen schmuggle ich zum ersten Mal." Ob er seine Figur als Bösewicht bezeichnen würde? "Das kann man so und so sehen. Aber es gibt Situationen, in denen ein Mensch dazu getrieben wird, in denen er böse wird. Die Rolle war so animierend, dass ich damit nach einer längeren Pause wieder einsteigen wollte. Ich spiele lieber jene Rollen, die nicht so auf der Hand liegen und bei denen man auch als Schauspieler gefordert ist - und diese ist wieder so eine. Ich hätte viel lieber mehr unsympathische Charaktere gespielt."

Michael Ostrowskis erster "Tatort"

Der aktuelle "Tatort" ist Michael Ostrowskis erster 90-minütige Krimi. "Der 'Tatort' ist eine Möglichkeit, einen hochwertigen Film zu machen, bei dem es um etwas geht. Ein Format im Fernsehen, das etwas will. Und wenn ein 'Tatort' dann auch noch in der Steiermark gedreht wird und ich gefragt werde, war es für mich klar, dass ich das machen möchte." Besonders die Arbeit mit Harald Sicheritz und Adele Neuhauser ist für Ostrowski kein Neuland: "Es ist ganz lustig - mit Harald hab ich zuletzt 'Bad Fucking' gedreht und davor auch schon 'Vier Frauen und eine Todesfall' sowie 'Elfer-Haus'. Und Adele und ich - was soll ich sagen -, innerhalb kurzer Zeit haben wir vier Produktionen gemeinsam gemacht. Umso mehr freut es mich, mit Adele wieder in einem neuen Kontext zu drehen." Über seine Rolle: "Ich spiele einen drogensüchtigen Seniorenpfleger in einem Altersheim. Das Gute daran ist, dass ich schlecht ausschauen kann, das ist schon entspannend für einen Schauspieler. Man kann wenig schlafen, krank sein, Stress haben - alles, was man so im Leben macht." Und weiter über die Vorbereitungen: "Meine Oma ist in einem Pflegeheim, da sehe ich es von der Seite eines Angehörigen. Aber ich habe dann einen Tag in einem Pflegeheim in Graz verbracht und mitgeholfen, um mich auf die Rolle vorzubereiten."

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Eigentlich hatten sie gerade einen Fall abgeschlossen und wollten zurück nach Wien. Doch dann erfährt Bibi (Adele Neuhauser), dass ihr Vater im Sterben liegt. Gemeinsam mit Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) macht sich Bibi in das Altersheim in der Steiermark auf. Ihr Vater stirbt noch in der gleichen Nacht. Dort steckt eine Heimbewohnerin (Gertrud Roll) Bibi ein Kuvert zu - darum hatte sie der Verstorbene gebeten. Zu Bibis Überraschung führt sie der Brief zu einem Bankschließfach: Bibis Vater, der völlig mittellos war, hinterlässt der Tochter mehr als 30.000 Euro. Doch woher kommt das Geld? Und auch das Geld eines weiteren Heimbewohners, der erst zwei Wochen zuvor gestorben ist, befindet sich in diesem Fach.

In weiterer Folge erfahren die beiden Ermittler, dass die älteren Herren jeden Mittwoch mit einer Seniorengruppe nach Ungarn gefahren sind. Und jeden Donnerstag haben sie Geld auf die Bank gebracht. Moritz Eisner schleust einen alten Kollegen (Branko Samarovski) als Spion ins Altersheim ein. Zunächst glaubt man noch an Medikamentenschmuggel. Doch dann wird der alte Kollege auf brutale Art und Weise zusammengeschlagen - die Mordserie nimmt kein Ende, und bei der Obduktion werden Spuren von Crystal Meth gefunden.

"Tatort - Paradies" ist eine Produktion des ORF, hergestellt von epo-film, mit Unterstützung von Cinestyria Filmcommission and Fonds und der Stadt Graz.

"Tatort" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

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