Bio-Früchte: ab ins Glas

"die umweltberatung" hat Tipps und viele Rezepte zum Haltbarmachen

Wien (OTS) - Im Spätsommer reifen viele heimische Obst- und Gemüsesorten. Kreative Rezepte wie Kürbis-Apfelmarmelade oder Zucchiniketchup machen Lust, die Ernte aus dem eigenen Garten in Gläser zu füllen und sie später zu genießen. Übrigens: bio einkochen ist besser, denn neueste Studien zeigen, dass Bio-Feldfrüchte bis zu 60 Prozent mehr an gesundheitlich wertvollen Antioxidantien enthalten.

Es gibt viele Möglichkeiten für Selbstgemachtes aus dem Garten. Wichtig ist neben frischen, unbeschädigten und qualitativ hochwertigen Zutaten auch die passende Konservierungsmethode für das Obst und Gemüse zu wählen. So bleiben wertvolle Nährstoffe wie Vitamine weitestgehend erhalten. "Wer die Zutaten selbst aussucht, weiß auch über die Herkunft besser Bescheid. Der direkte Weg vom Garten auf den Teller liefert Frische, besten Geschmack, keine Pestizidrückstände, die kürzesten Transportwege und ist somit ökologisch empfehlenswert. Wichtig ist, den richtigen Erntezeitpunkt abzuwarten, denn nur voll ausgereiftes Obst und Gemüse weist volle Gehalte an Vitaminen und bioaktiven Substanzen auf". Das praktische Saisonposter Obst & Gemüse zeigt für 48 Sorten Obst und Gemüse, zu welcher Jahreszeit sie in Österreich im Freiland wachsen oder aus dem Vorratslager erhältlich sind.

Bio ist gesünder

Den Garten biologisch zu bewirtschaften, zahlt sich auch aus gesundheitlichen Gründen aus. "Bio-Qualität im Einmachglas ist unschlagbar. Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse sprechen eindeutig für Bio-Produkte! Sie enthalten im Vergleich zu herkömmlichen Lebensmitteln um 60 Prozent mehr gesundheitsfördernde Antioxidantien und weniger schädliche Schwermetalle - zum Beispiel um 50 Prozent weniger Kadmium", erklärt Mag.a Gabriele Homolka, Ernährungswissenschafterin von "die umweltberatung". Das zeigt eine Studie der Universität Newcastle, die dazu 343 wissenschaftliche Publikationen ausgewertet hat. Antioxidantien schützen die Zellen im Körper vor Stress und verhindern dadurch Erkrankungen. Wer zuhause keinen Garten hat, kann sich seine Bio-Früchte auch im Supermarkt oder im Bio-Eck am Bauernmarkt kaufen. Auch Nachbarn sind oft froh, wenn sie übrige Erntemengen weitergeben können.

Tipps zum Haltbarmachen

Reifes Obst lässt sich gut zu Marmeladen, Fruchtaufstrichen und Gelees einkochen. Wer auf zusätzlichen Zucker verzichten möchte, nimmt statt Gelierzucker Agar-Agar, das aus Rotalgen gewonnen wird und eine sehr hohe Gelierkraft besitzt. Für Chutneys und Relishes wird Obst oder Gemüse mit Essig, Zucker und Gewürzen wie Chili, Ingwer oder Kardamom verkocht. Beides passt als kalte Würzsoße zu Fleischgerichten, Getreidelaibchen und Käse. Auch Kräuterpestos geben vielen Speisen die richtige Würze: Die Mischungen aus hochwertigem Öl, gehackten Kräutern und Nüssen schmecken herrlich in Salatdressings, Soßen und Aufstrichen. Sie können im Kühlschrank einige Monate aufbewahrt werden.

Einlegen ist eine weitere Möglichkeit, Obst und Gemüse haltbar zu machen. Essig, Öl, Salz oder Alkohol dienen dabei als Konservierungsmittel. Für Essiggemüse eignen sich feste Gemüsearten wie Karfiol, Paprika, Sellerie, Rote Rüben, Pfefferoni, Karotten besonders gut. Beeren und Obst werden im Rumtopf angesetzt. Zum Trocknen eigenen sich zum Beispiel Zucchini, Karotten, Paradeiser, Äpfel, Birnen und zahlreiche Kräuter gut. Dörrobst oder Rote Rüben Chips sind ideale Snacks. Ein optimales Trocknungsgerät ohne hohen Energieaufwand ist ein Dörrapparat. Selbst gemachter Saft wiederum ist eine gute Alternative zu gekauften Fruchtsäften und stark zuckerhältigen Limonaden.

Rezepttipps

o Kürbis-Apfelmarmelade

Zutaten: 4 Äpfel, 60 dag Kürbis, 2 Zimtstangen, 200 ml Birnendicksaft, 200 ml trockener Weißwein, 1 unbehandelte Zitrone (Saft und Schale), 30 dag Gelierzucker

Zubereitung: Äpfel und Kürbis schälen, entkernen und klein würfeln. In einem Topf mit den Zimtstangen, dem Birnensaft, Weißwein und Zitronensaft erhitzen, ca. 15 Minuten kochen lassen. Zimtstangen entfernen. Gelierzucker zugeben, aufkochen lassen und passieren. Noch heiß in saubere Gläser abfüllen, gut verschließen und auf den Kopf gestellt auskühlen lassen.

o Zucchiniketchup

Zutaten: 1 kg gelbe oder grüne Zucchini, 0,33 dag Zwiebeln, 0,33 dag Zucker, 0,33l Kräuteressig, 3 EL Salz, 1 EL Senf, 1,5 EL Mehl, 1 EL Paprika, 1 EL Curry, 1 TL Cayennepfeffer

Zubereitung: Zucchini waschen, würfelig schneiden und Zwiebel würfelig schneiden. Beide Zutaten über Nacht in einem Topf mit Salz ansetzen, am nächsten Tag das Wasser abschütten. Mit Kräuteressig, Zucker und Senf ca. 1,5 Stunden köcheln lassen. Anschließend mit Mehl, Paprika, Cayennepfeffer und Curry verfeinern, ca. 10 Minuten aufkochen, pürieren und noch heiß in vorbereitete Gläser füllen.

Information

Das Poster "Saisonkalender Obst & Gemüse" kann um Euro 1,82 Versandkosten bei "die umweltberatung" unter 01 803 32 32 bestellt oder auf www.umweltberatung.at kostenlos heruntergeladen werden. Saisonale Rezepte zum Haltbarmachen, zum Beispiel für selbstgemachtes Tomatenketchup, bietet "die umweltberatung" auf www.umweltberatung.at/rezepte - dazu in der Suchmaske einfach die Kategorie "Konservierung" anhaken.

"die umweltberatung" Wien ist eine Einrichtung der VHS Wien, basisfinanziert von der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22.

Rückfragen & Kontakt:

"die umweltberatung" Wien, Sabine Seidl
Tel. 01 803 32 32-72, mobil 0699 189 174 65, sabine.seidl@umweltberatung.at, www.umweltberatung.at

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