Gimborn fordert faire Bezahlung für angehende Mediziner

Pröll und Sobotka wollen Gratisarbeit in NÖ Spitälern - ÖGB und AK schauen zu

St. Pölten (OTS) - "Künftig müssen angehende Mediziner ein Jahr lang gratis im Spital arbeiten. Dieser skandalöse, sklavenähnliche Umgang mit jungen Menschen wird von den zuständigen NÖ Landesräten auch noch gedeckt", empört sich heute die Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ, die Ärztin Dr. Gabriele Von Gimborn.

"In diesem sogenannten " klinisch praktischen Jahr" müssen angehende Jungärzte ohne jegliche Bezahlung für 48 Wochen 35 Stunden pro Woche im Spital Dienst leisten und Arbeiten der Turnusärzte übernehmen. Im Burgenland erhalten diese Jungmediziner eine finanzielle Abgeltung durch das Land. In NÖ stellen sich von Pröll und Sobotka abwärts alle taub", kritisiert Gimborn diese Ausbeutung junger Menschen.

Gratisarbeit von Jungmedizinern und alle schweigen: AK, ÖGB, CV, BSA

Gimborn kritisiert in diesem Zusammenhang auch Gewerkschaften und AK:
"Der ÖGB kritisiert immer wieder, und zu Recht, dass junge Menschen bei ihren zur Ausbildung gehörenden Praktika schlecht behandelt und bezahlt werden. Hier aber bei einem fast einjährigen, unbezahlten Praktikum, das übrigens bestimmt auch die Situation der Krankenpflegerinnen beeinträchtigen wird, schweigen die Gewerkschaftsfunktionäre!" Auch vermisst die Abgeordnete des Team Stronach für NÖ in diesem Zusammenhang den Aufschrei von Cartell Verband (CV) und Bund sozialdemokratischer Akademiker (BSA): "Denen kann doch die Situation ihrer Mitglieder nicht gleichgültig sein?"

Gimborn appelliert an Oberhauser für faire Bezahlung

Gimborn appelliert in diesem Zusammenhang an die neue Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser, der als Ärztin und ÖGB-Funktionärin die besonders schlechte Situation dieser Jungmediziner doch ein Anliegen sein müsste: "Wenn angehende Mediziner monatelang in einem Spital arbeiten, müssen sie dafür auch bezahlt werden. Einer ÖGB-Vizepräsidentin kann das nicht egal sein!"

Wenn wir so im Umgang mit unseren angehenden Ärzten weiter machen, werden Mediziner weiter ins Ausland abwandern, warnt Gimborn, denn in NÖ sind nur mehr 32% der Ärzte unter 49 Jahre und bald heißt es:
'reißler weg, Post weg, Polizei weg, Arzt weg!'

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