Bankenaufsicht - WKÖ-Rudorfer: "Nicht zentral oder dezentral, sondern Effizienz ist gefragt"

Bundessparte Bank und Versicherung-Geschäftsführer in Alpbach: "Einheitliche europäische Aufsicht lässt keinen Raum für nationale Zusatzbelastungen"

Wien (OTS/PWK566) - "Europa hat mit dem Beschluss der rechtlichen Grundlagen für die Bankenunion erfreulicherweise Handlungsfähigkeit bewiesen. Mit den drei Säulen dieser Bankenunion stehen der europäische Finanzmarkt und das Vertrauen in ihn auf solidem Grund", sagte Franz Rudorfer, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung in der Wirtschaftskammer Österreich im Rahmen der Finanzmarktgespräche in Alpbach.

Vor dem Hintergrund einer europäischen Aufsichtsarchitektur müssten jedoch zumindest die Aufwändungen für den Abwicklungs- und Einlagensicherungsfonds auf die Bankenabgabe angerechnet werden, appelliert Rudorfer an die österreichische Politik. Und: "Mit dem EU-Abwicklungsfonds entfällt auch die Berechtigung für nationale Zusatzbelastungen, wie die überproportionale Bankenabgabe in Österreich". Dafür sei in einer europäischen Aufsichtsarchitektur schon aus Wettbewerbsgründen "kein Platz", unterstrich er.

Angesichts der hohen Kosten der Banken für das "europäische Aufsichtsorchester" müsse dieses harmonisch und ohne Zwischentöne (zusammen-)spielen: "Da ist Effizienz gefragt und weniger, ob die Aufsicht zentral oder dezentral erfolgt", führte der Sprecher der österreichischen Kreditwirtschaft weiter aus.

Es sei "unabdingbar, dass es den Banken auch im neuen Aufsichtsambiente möglich sein muss, ihrer Kernaufgabe - der Finanzierung von Unternehmen und Privaten - nachkommen zu können. Das ist eine Voraussetzung für das so notwendige Wachstum in Österreich und Europa", schloss Rudorfer. (JR)

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