Neues Volksblatt "Stellschrauben" von Markus EBERT

Ausgabe vom 29. August 2014

Linz (OTS) - Wirtschaftsforscher Karl Aiginger hat uns gestern eines klar gemacht: Ein Valentins- und ein Muttertag im Jahr sind zu wenig. (Vor allem) Herr und auch Frau Österreicher(In) kaufen zu wenige Schnittblumen. Ein Run auf die Blumengeschäfte würde erstens dem lahmenden Wirtschaftswachstum gut tun, und zweitens - nach der Vorstellung von Aiginger - bei einem verdoppelten Steuersatz für Schnittblumen natürlich auch Geld für die Gegenfinanzierung einer Steuerreform hereinspülen.
Eines zeigt Aigingers Vorschlag, bei aller humorigen Note, jedenfalls: Es lassen sich in Sachen Gegenfinanzierung einer Steuerreform die kuriosesten Stellschrauben finden - siehe Abschreibung von SUV's mit Kindersitzen als Dienstwägen. Mit einem solchen Groscherlgeschäft will sich der Kanzler indes nicht aufhalten und bleibt bei seinem Mantra: Millionärssteuer! Aber er bleibt, ebenso wie seine Freunde aus ÖGB und AK, eines schuldig: Nämlich die Fakten. Sehr wohl bekannt ist etwa, dass 2,7 Millionen Österreicher überhaupt keine Lohnsteuer zahlen - womit Faymanns kleiner Mann von einem gesenkten Eingangssteuersatz, den ihm die Millionäre angeblich finanzieren, genau nichts hat. Finanziell gezwickt werden diese Menschen ganz anders: Durch Gebühren (Müll, Wasser etc.), durch SozialAbgaben und andere Bereiche. Auch hier gilt es, zur Entlastung der breiten Masse, die Stellschrauben zu finden.

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