NEOS: Das Modell der Direktvergütung als Alternative zur Festplattenabgabe

Niko Alm: "Wir wollen endlich eine offene und ehrliche Diskussion"

Wien (OTS) - Seit Jahren wird eine Debatte rund um das nicht mehr funktionierende Modell der Privatkopievergütung geführt. "Gäbe es eine einfache Lösung, dann hätten wir das neue Modell schon längst. Doch die gibt es immer noch nicht. Eine Festplatten- oder Haushaltsabgabe haben grobe Schwächen, der Diskussionsprozess ist immer noch nicht abgeschlossen", betont NEOS Mediensprecher Niko Alm. Und weiter: "Wir legen mit der Direktvergütung jetzt einen neuen Lösungsvorschlag auf den Tisch legen, damit es endlich zu einem fairen Ausgleich für die Privatkopie kommen kann."

Die Direktvergütung stellt einen Paradigmenwechsel dar. Die Vergütung für die Privatkopie soll nicht mehr beim Trägermedium (also ursprünglich Kassette, dann CD oder jetzt Festplatte) eingehoben werden, sondern gleich dort, wo die Vorlage in Verkehr gebracht wird:
Also beim Kauf einer Musik-CD, beim Download und bei einer Rundfunkaufzeichnung. Damit wird jedenfalls eine höhere Treffsicherheit erreicht als bei der Festplattenabgabe. Denn - im Gegensatz zur Kassette aus den 80er-Jahren - werden nicht alle Speicherträger für Privatkopien gebraucht. Wie hoch der Anteil ist, ist aber nicht bekannt, da es keine Studie zu diesem Thema gibt.

"Wir wissen nicht, von welchem Volumen wir überhaupt reden. Es besteht der dringende Verdacht, dass heute viel weniger privat kopiert wird - wegen des Problems der Raubkopien, des Kopierschutzes und geänderten Nutzungsverhaltens", betont Alm. NEOS hat bereits einen Antrag auf Durchführung einer solchen Studie eingebracht (siehe
https://neos.eu/klub/20140625_EA-Studie-Privatkopie.pdf ).

Abgesehen von der Treffsicherheit, steht beim NEOS-Modell der Direktvergütung die Transparenz im Vordergrund. Durch das Ausweisen auf der Rechnung beim Kauf einer CD oder beim Download kommt es beim Konsumenten bzw. der Konsumentin zu einer erhöhten Bewusstseinsbildung, wie sie durch die Festplattenabgabe nicht erreicht werden kann. "Wir legen mit der Direktvergütung ein neues Modell vor - führen wir jetzt endlich eine offene und ehrliche Diskussion", schließt Alm.

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