Normen machen Schule

Wien (OTS) - Der Schulbeginn steht vor der Tür. Die Schultüten sind gefüllt, unzählige Schultaschen, Hefte, Schreib- und Malutensilien warten auf ihren Einsatz. Doch im Gegensatz zu den rund 80 000 österreichischen Taferlklasslern, deren Schulreife vorab getestet wird, ist eine Schultauglichkeitsprüfung für Schulmaterialien nicht vorgeschrieben. Dass Füllfeder, Malstifte, Radiergummi und Co. trotzdem die geforderten Leistungs-, Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen, dafür sorgen Normen. "Normen definieren klare Anforderungen an den Gebrauchswert der einzelnen Unterrichtsmittel und Schulmaterialien", betont Dipl.-Ing. (FH) Dagmar Schermann, MSc von Austrian Standards, die auch gleich einen Trost für alle Schulmuffel parat hat: "Auch Normen werden regelmäßig kontrolliert und streng geprüft - für mehr Sicherheit und Qualität im Schulalltag."

Austrian Standards hat die wichtigsten ÖNORMEN zusammengestellt, die Österreichs Schülerinnen und Schüler im Laufe ihrer gesamten Schulkarriere zuverlässig begleiten.

Die Schultasche soll den Rücken schonen

Damit der Rücken der Kinder unter der Schultasche nicht leiden muss, wurde die ÖNORM A 2170 erstellt. Eine genormte Schultasche zeichnet sich durch verschiedene Merkmale aus, dazu zählen unter anderem:

  • stark belastbares, wasserfestes Material, keine spitzen oder scharfen Ecken und Kanten
  • mindestens vier Zentimeter breite Gurte, die stufenlos verstellbar und gut gepolstert sind
  • mindestens acht Zentimeter lange Haltegriffe
  • körpergerechte Form (ideal ist ein ergonomisch angepasster Rückenteil) und
  • gute Rückenpolsterung (Rückenteil zur Erhöhung des Tragekomforts komplett gepolstert)
  • Stabilität und mehrere Fächer.
  • Ausstattung mit dauerhaftem Reflexmaterial an Teilen der Vorderfläche, den beiden Seitenflächen der Schultasche sowie an den Außenseiten der Tragriemen zur besseren Sichtbarkeit der Kinder auf ihrem Schulweg.

Gestochen scharf und ohne Kleckse - Schreib- und Malstifte

Dafür, dass auch Schreib- und Malutensilien in einem Schülerleben höchsten Qualitätskriterien entsprechen, sorgt u. a. ÖNORM A 2150. Beim Schreiben hat ein Schulfüllhalter einen geschlossenen und randscharfen Schriftzug sicherzustellen und es darf keine Tintenkleckse geben. Apropos Tinte: Die ist in ÖNORM A 2149 geregelt, wenn es sich um austauschbare Patronen handelt.

Wenn einmal etwas danebengeht - Radiergummis

Fehler passieren - zum Glück gibt es dafür verschiedene Radierer zur Entfernung von Tinte, Graphitstift, Farbstift oder Kugelschreiber, die in der ÖNORM A 2151 definiert sind. Sie besagt, dass beim Radiervorgang keine größeren Teile ausbrechen und keine Schatten verbleiben dürfen und dass die Radierer weder verschmieren noch das Trägermaterial beschädigen sollen.

Still sitzen ist "out" - passende Schulmöbel sind "in"

Bei Schreibtischen und -sesseln in der Schule empfehlen Fachleute, die ÖNORMEN EN 1729 und A 1650 einzuhalten. "Bei der Erarbeitung dieser Normen sind die vielfältige Expertisen eingeflossen", erklärt Dagmar Schermann von Austrian Standards. Falsches Sitzen ruft Haltungsschäden hervor und das lässt sich durch normgerechte Schreibtische und Sessel in der jeweils passenden Größe verhindern. Normen helfen dabei, dass Schule nicht krank, sondern Spaß macht.

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