Überstunden und Lohn schuldig geblieben: AK verhalf Mechaniker zu 6700 Euro Nachzahlung

Linz (OTS) - Viel Arbeit, wenig Lohn: Nach drei Monaten kündigte ein Mechaniker seinen Job bei einem Betrieb im Bezirk Linz-Land, weil die regelmäßig geleisteten Überstunden und sogar der Lohn nicht oder nur sporadisch bezahlt worden waren. Erst mit Hilfe der Arbeiterkammer bekam der Mann jetzt 6700 Euro brutto nachgezahlt - mit einem Jahr Verspätung! Leider kein Einzelfall, stellt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer fest: "Die mangelnde Zahlungsmoral mancher Unternehmen stellt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oft vor echte Existenzprobleme."

Der Mechaniker hatte mit seinem Arbeitgeber für die Normalarbeitszeit - laut geltendem Kollektivvertrag 38,5 Stunden pro Woche - einen Nettolohn von 1300 Euro vereinbart. Verlangt wurde von ihm allerdings, täglich mindestens zwei Stunden länger zu arbeiten. Doch diese regelmäßig geleisteten Überstunden und sogar der Lohn wurden nur zum Teil bezahlt. Nach knapp drei Monaten wurde es dem Mann zu bunt. Er kündigte.

Nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ging der Mann zum Glück sofort zur Arbeiterkammer, die den restlichen Lohn, die Überstunden, Ersatz für nicht verbrauchten Urlaub so-wie anteiliges Weihnachts- und Urlaubsgeld einklagte. Trotz rechtskräftigen Zahlungsbefehls zahlte das Unternehmen nicht, weshalb eine Pfändung notwendig wurde. So dauerte es fast ein Jahr, bis der Arbeitnehmer schließlich sein Geld bekam: immerhin rund 6700 Euro brutto.

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