- 27.08.2014, 14:35:52
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"matinee" am 31. August: Dokus über Landvillen der Toskana und Schicksal der Kastraten, "Serafin on tour" in Berndorf
Außerdem: "Die Kulturwoche"
Utl.: Außerdem: "Die Kulturwoche" =
Wien (OTS) - Eine italienisch geprägte "matinee" präsentiert Clarissa
Stadler am Sonntag, dem 31. August 2014, ab 9.05 Uhr in ORF 2: Zum
Auftakt steht die Dokumentation "Zu Gast in den adligen Landvillen
der Toskana - Wiedersehen mit Florenz" auf dem Programm, in der mit
Schriftsteller Lorenzo de Medici ein Nachfahre der berühmten
italienischen Herrscherfamilie die Toskana von ihrer schönsten Seite
präsentiert. Anschließend begibt sich Opernsängerin Cecilia Bartoli
in "Opfer und Verführer - Das Schicksal der Kastraten" (9.50 Uhr) auf
die Spuren eines glanzvollen wie grausamen Kapitels der
Musikgeschichte. Nach einem Rückblick auf "Die Kulturwoche" (10.35
Uhr) führt die letzte Folge von "Serafin on tour" (10.50 Uhr) zu den
Festspielen Berndorf.
"Zu Gast in den adligen Landvillen der Toskana - Wiedersehen mit
Florenz" (9.05 Uhr)
Florenz, gegen Ende des 15. Jahrhunderts die mächtigste und reichste
Stadt der Welt, ist die Hauptstadt der Toskana und zugleich
Startpunkt einer geschichtsträchtigen von Michael Trabitzsch
gestalteten Zeitreise mit Schriftsteller Lorenzo de Medici, einem der
letzten Nachfahren der über viele Jahrhunderte einflussreichen
Medici-Familie. Seine erste Station ist die Villa Oppenheim Cora, die
sich der Bankier Oppenheim im 19. Jahrhundert in Sichtweite der Stadt
errichten ließ. Er wollte sich in die Tradition jener Familien
einreihen, die diese Metropole der Banken und des Handels beherrscht
hatten, wie die Familie der Medici, die es hier schon lange nicht
mehr gibt, oder wie die Dynastie der Corsini - die einstigen
Erzrivalen der Medici. Der Stammsitz der über die ganze Welt
verstreuten Corsini außerhalb von Florenz ist die Villa Le Corti,
aber ihre bekannteste Villa ist Mezzomonte, wo der Patriarch der
Familie, Giovanni Corsini, mit seiner Frau Inès d'Ormesson und den
fünf Kindern lebt. An diesem Ort nimmt Lorenzo de Medici wieder den
Faden der Vergangenheit auf und trifft die mächtige Contessa Lucrezia
Miari Fulcis aus der Corsini-Dynastie. Danach führt ihn seine Reise
zu Marchesa Allegra Antinori. Die Wurzeln ihrer Familie reichen bis
in jene Zeit zurück, als auch die Medici mächtig und reich waren.
Voller Spannung begegnet Lorenzo de Medici diesem alten und reichen
Adel, der - anders als die Medicis - auch heute noch in der Toskana
beheimatet ist.
"Opfer und Verführer - Das Schicksal der Kastraten" (9.50 Uhr)
Ihre Stimmen waren überirdisch, ihre Körper widernatürlich, sie
wurden angehimmelt und verspottet zugleich: die Kastraten. Der Film
von Stefan Schneider und Cristina Trebbi erzählt von einem der
glanzvollsten und zugleich grausamsten Kapitel der Musikgeschichte.
Auf der Grundlage von Cecilia Bartolis gefeiertem Album "Sacrificium"
stellt der Film Szenen aus dem Leben des Kastraten Farinelli nach und
versucht im historischen Gewand die Dimension dieser Kunst und die
damit verbundenen Schicksale nachzuempfinden. Die lange Zeit
vergessenen und wiederentdeckten Kastraten-Arien des 18. Jahrhunderts
und ihre virtuosen Variationen erweckt die Mezzosopranistin Cecilia
Bartoli gemeinsam mit ihrem Lieblingsensemble "Il Giardino Armonico"
klangvoll zu neuer Schönheit.
Ihre Ausbildung erhielten die meisten Kastraten in den Konservatorien
Neapels und sie feierten ungeheure Erfolge auf den Bühnen Europas.
Doch niemand sprach von der qualvollen Verstümmelung im Kindesalter
und ihrem oft tragischen Leben auf der Straße und in den Bordellen.
Der Vatikan brauchte hohe Stimmen für seine Kirchenchöre, denn Frauen
war dort das Singen untersagt. Obwohl die Kastration offiziell
verboten war, wurde sie heimlich geduldet. Die engelsgleichen Stimmen
der Kastraten wurden Mode und zu einem teuren Spekulationsobjekt.
Ihre virtuose Gesangstechnik, das Halten und Schwellen eines Tones in
erstaunlicher Länge, die Reinheit und Kraft versetzten die damalige
Welt in Ekstase.
"Serafin on tour - Festspiele Stadtgemeinde Berndorf" (10.50 Uhr)
Nach 13 Jahren erfolgreicher Serienarbeit im Fernsehen stellt sich
Ex-"Soko Kitzbühel"-Kommissarin Kristina Sprenger einer neuen
Herausforderung und ist seit 2014 Intendantin der Berndorfer
Sommerfestspiele, die heuer die Komödie "Katzenzungen" produzieren -
Premiere war am 14. August. Neben Sprenger, die selbst auf der Bühne
steht, bittet Harald Serafin in der achten und letzten Folge seiner
diesjährigen Tournee zu den kleinen Festspielbühnen Österreichs auch
Regisseur Alexander Kuchinka zum Gespräch.
Die "matinee" ist auf der Video-Plattform ORF-TVthek
(http://TVthek.ORF.at) als Live-Stream und nach der TV-Ausstrahlung
sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar.
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