KONSUMENT: Berufsunfähigkeitsversicherungen im Vergleich

Große Differenzen bei der Prämienhöhe, kompetente Beratung notwendig

Wien (OTS/VKI) - Umfassender Beratungsbedarf besteht im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung. Das ist das Resultat einer aktuellen Erhebung des Vereins für Konsumenteninformation (VKI). "Verbraucherinnen und Verbraucher tun gut daran, sich zu informieren, wie hoch die Leistungen aus der Sozialversicherung wären, sollten sie ihren Beruf nicht mehr ausüben können", erklärt Versicherungsexpertin Gabi Kreindl. Eine zusätzliche private Absicherung der Arbeitskraft ist vor allem dann ratsam, wenn ein Verdienstausfall die Existenz gefährdet. Den vollständigen Bericht und weitere Informationen gibt es online unter www.konsument.at sowie ab 28.08. in der KONSUMENT-Septemberausgabe.

Wie bei anderen privaten Versicherungen, gilt auch für Berufsunfähigkeitsprodukte: Wer das erstbeste Angebot annimmt, zahlt unter Umständen ordentlich drauf. Das zeigte auch die aktuelle VKI-Erhebung, bei der die Prämien 11 unterschiedlicher Anbieter miteinander verglichen wurden. Das Fazit: Differenzen von mehreren hundert Euro im Jahr sind keine Seltenheit. So müsste etwa ein 25jähriger Bäcker für eine Monatsrente von 1.000 Euro bis zum 65. Lebensjahr bei der Donauversicherung jährlich 859 Euro bezahlen. Bei der Nürnberger Versicherung dagegen wären es 2.119 Euro - also mehr als das Doppelte.

Auch für andere Berufsgruppen ergab die Erhebung klare Preisunterschiede. Generell gilt: Je mehr Risiko im Beruf und je höher das Einstiegsalter, desto teurer die Prämie. Wer einen Vertrag in Erwägung zieht, sollte daher auf jeden Fall möglichst viele verschiedene Anbieter vergleichen, um die für die eigene Berufsgruppe günstigsten Konditionen ausfindig zu machen. "Gerade bei der Absicherung der Arbeitskraft, raten wir, professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen", so VKI-Expertin Kreindl. "Ein unabhängiger Makler hilft bei der Wahl des richtigen Produktes und steht auch im Leistungsfall auf der Seite des Verbrauchers."

Rentenhöhe und Versicherungszeitraum reduzieren

Wie so oft bei Versicherungen ist die Prämie jedoch nicht alles. Das Gesamtpaket muss stimmen und möglichst gut an die individuellen Bedürfnisse angepasst sein. "Das kann zum Beispiel bedeuten, dass nur bestimmte Kernzeiten versichert werden", erklärt Gabi Kreindl. "Etwa die Zeit zwischen 30 und 55 Jahren, wenn die Kinder noch klein sind und eine Berufsunfähigkeit die Familie besonders hart treffen würde." Auch durch niedriger angesetzte Renten lässt sich die Prämie reduzieren. "Tritt der Ernstfall ein, müsste dann zwar der Lebensstandard gesenkt werden, dennoch hilft die ausgezahlte Summe, die dringendsten finanziellen Probleme zu lösen."

"Must-Haves" bei der Vertragsgestaltung

Einige Details sollten dabei im Vertrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung in jedem Fall enthalten sein. Empfohlen werden u.a. folgende Regelungen:

  • Verzicht auf abstrakte Verweisung: Damit ist sichergestellt, dass die Versicherung die Rente nicht verweigern kann, indem auf einen anderen Beruf verwiesen wird (z.B. eine Friseurin mit Kontaktallergie auf einen Job als Verkäuferin).
  • Nachversicherungsgarantie: Sie ermöglicht eine Aufstockung der Leistung ohne eine erneute Gesundheitsprüfung (z.B. nach einer Familiengründung).
  • Sofortige Anerkennung bzw. rückwirkende Leistung: Diese Regelung garantiert eine Rentenzahlung ab Beginn der tatsächlichen Berufsunfähigkeit - nicht erst ab Beginn der Meldung bzw. Ablauf der "voraussichtlich dauernden Berufsunfähigkeit" von sechs Monaten.

SERVICE: Den ausführlichen Report zu Berufsunfähigkeitsversicherungen gibt es unter www.konsument.at sowie ab 28.08. in der Septemberausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.

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Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
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