Familienfreundlichkeit ist DER Vorteil im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte

Eine aktuelle Studie belegt: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für knapp 90 Prozent der österreichischen Arbeitnehmer wichtig bei der Jobauswahl.

Alpbach (OTS) - Was macht familienfreundliche Arbeitgeber aus? Was erwarten junge, hochqualifizierte Arbeitskräfte von ihren zukünftigen Arbeitgebern und wie können sich diese auf die neuen Herausforderungen vorbereiten? Diesen zentralen Fragestellungen für die Arbeitswelt von morgen widmete sich ein hochkarätig besetztes Podium im Rahmen eines Pressegesprächs am 26.8. beim Europäischen Forum Alpbach.

"Sowohl für Frauen als auch für Männer ist die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben entscheidend, wenn es darum geht, Höchstleistung zu erzielen", erklärt die Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG, Dipl.-Ing. Dr. Sabine Herlitschka. Das Unternehmen ist seit dem vergangenen Jahr mit dem staatlichen Gütezeichen berufundfamilie ausgezeichnet. "Exzellente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind DER zentrale Erfolgsfaktor von Infineon Austria. Mit attraktiven Rahmenbedingungen und einer Unternehmenskultur, die individuellen Bedürfnissen zukunftsgerecht begegnet, gewinnen wir Talente langfristig für den Unternehmenserfolg", so Herlitschka weiter. Auch Georg Obermeier, General Manager von Microsoft Österreich, ist von den positiven Effekten einer familienfreundlichen Personalpolitik überzeugt: "Den War for talents gibt es und wir müssen alles tun, um die besten Mitarbeiter zu bekommen. Denn gute Mitarbeiter sind immer gefragt." Microsoft ist bereits seit 2011 staatlich als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet. Angeboten werden nicht nur unterschiedlichste flexible Arbeitszeit- sowie Arbeitsortmodelle, sondern auch das Microsoft Papamonat zu Förderung der Väterkarenz. "Die Unterstützung der Väterkarenz wird bei uns sehr gut angenommen, denn es ist eine große Möglichkeit und Chance für Väter mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Und das Unternehmen bekommt davon auch wieder viel zurück" ist Obermeier überzeugt.

Dass familienfreundliche Arbeitgeber im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte einen entscheidenden Vorteil haben, bestätigt auch eine aktuelle Studie unter österreichischen Arbeitnehmern. Die Ergebnisse zeigen, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für knapp 90 Prozent der Befragten bei der Jobauswahl wichtig bis sehr wichtig ist. Im Ranking der wichtigsten Faktoren für die Jobentscheidung steht die Vereinbarkeit gleich an zweiter Stelle hinter einer guten Bezahlung. "Dieses Ergebnis zeigt deutlich die Aktualität des Themas für Österreichs Arbeitgeber", verdeutlicht Mag. Elisabeth Wenzl von der Familie & Beruf Management GmbH. "Vor allem flexible Arbeitszeiten, das Verständnis der Arbeitgeber bzw. Führungskräfte und die Möglichkeit einer Kinderbetreuung bei Notfällen oder an Ferien- und Feiertagen sind den Beschäftigten besonders wichtig", erläutert Wenzl weiter.

Auch Univ. Prof. Dr. Bettina Fuhrmann von der Wirtschaftsuniversität Wien bestätigt die Wichtigkeit familienfreundlicher Maßnahmen für ein positives Arbeitsklima im Unternehmen und eine gesteigerte Mitarbeitermotivation. "Auch im wissenschaftlichen Bereich und seitens der Studierenden sind vor allem flexible Maßnahmen gefragt", so die Expertin für Wirtschaftspädagogik. Auch die Wirtschaftsuniversität Wien hat im vergangenen Jahr begonnen im Rahmen des Auditprozesses hochschuleundfamilie familienfreundliche Maßnahmen für die Studierenden und (wissenschaftlichen) Mitarbeiter zu entwickeln.

Die Gesamtstudie der Peter Hajek Public Opinion Strategies GmbH unter 1.000 österreichischen Arbeitnehmern zur Wahrnehmung und Situation der Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Österreich steht unter www.familieundberuf.at zum Download bereit.

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