"Weltjournal" und "WELTjournal +" im Zeichen der Irak-Krise: "Das Terror-Kalifat" und "Alptraum der USA"

Am 27. August ab 22.25 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Zwischen den gescheiterten Staaten Syrien und Irak entsteht gerade das fundamentalistischste und brutalste Herrschaftsgebilde, das der politische Islam bislang hervorbrachte. Das selbstproklamierte Kalifat "Islamischer Staat" (IS), wie es sich nennt, strebt die Herrschaft über alle Muslime und die Auslöschung aller "Ungläubigen" an. Die Terrorgruppe IS wird als so gefährlich eingeschätzt, dass Präsident Obama wieder genau dort zurück ist, wo er längst nicht mehr sein wollte - bei einem US-Kriegseinsatz im Irak. Das in HD produzierte ORF-Auslandsmagazin "Weltjournal" -präsentiert von Cornelia Vospernik - zeigt am Mittwoch, dem 27. August 2014, um 22.25 Uhr in ORF 2 den Bericht des BBC-Starreporters Paul Wood von den entscheidenden Brennpunkten und Bruchlinien dieses Krisenherdes. Um 23.00 Uhr analysiert "WELTjournal +", wie es zu dieser fatalen Entwicklung kommen konnte, was schiefgelaufen ist und wie es weitergehen könnte.

Weltjournal: "Irak - Das Terror-Kalifat"

Anhand von Erfahrungsberichten Beteiligter werden die Konfliktlinien deutlich: Ein Deserteur der irakischen Armee sieht die Schuld bei seinen Offizieren, die aus Horror vor den kolportierten Grausamkeiten der IS ihre Kommandoposten verlassen hätten, woraufhin auch alle führungslosen Soldaten das Weite suchten. Der Chef des kurdischen Geheimdienstes ist überrascht, wie viele junge Kämpfer aus Europa sich den IS-Terroristen anschließen. Ein eingeschüchterter Überläufer der IS beschreibt seine anfängliche Verblendung und die mörderischen Rituale der Dschihadisten. Ein Maulwurf-Agent der IS gesteht, wie er und seine Zelle vor ein paar Monaten aktiviert wurden und gezielte Mordbefehle ausführten. In diesem "Weltjournal" gibt Paul Wood von der BBC auch einen Überblick über die wichtigsten Bevölkerungsgruppen und ihre rasch wechselnden Allianzen.

WELTjournal +: "Irak - Alptraum der USA"

Zweieinhalb Jahre nach dem Abzug der Amerikaner aus dem Irak marschieren islamistische Kämpfer auf Bagdad zu. Präsident Obama, der das Engagement seines Vorgängers George W. Bush im Irak so schnell wie möglich beenden wollte, sieht sich gezwungen, wieder militärisch einzugreifen. Die IS-Kämpfer für einen islamischen Staat im Irak und in Syrien agieren derart fanatisch und brutal, dass selbst die verbliebenen Al-Kaida-Führer sich von ihnen distanzieren.

"WELTjournal +" analysiert, wie es zu dieser fatalen Entwicklung kommen konnte, was schiefgelaufen ist und wie es weitergehen könnte. Zu Wort kommen die damaligen US-Entscheidungsträger und Militärführer und kommentieren im Rückblick die Schlüsselmomente der dramatischen Entwicklung seit der US-Invasion 2003: beginnend mit dem Sturz der Saddam-Statue in Bagdad über die blutigen Kämpfe in Falludja, die Schande der Amerikaner in Abu Ghraib über die verhängnisvolle Etablierung von Nouri al-Maliki als irakischem Regierungschef bis zum mörderischen Aufstieg der radikal-fanatischen Dschihadisten der IS, die derzeit vor den Augen der Weltöffentlichkeit einen Genozid im Nordirak verüben. Das heutige Desaster im Irak, so die Schlussfolgerung des amerikanischen Filmemachers Michael Kirk, ist die tragische Folge unzähliger Fehler und Fehleinschätzungen - sowohl innerhalb der US-Regierung als auch im Irak.

Beide Sendungen sind nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und werden auch als Live-Stream angeboten.

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