• 26.08.2014, 12:02:01
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ÖIF beim Forum Alpbach: Migrationsexperten betonen Handlungsbedarf bei Zuwanderung von Fachkräften

Working Group "Brain Drain - Brain Gain": Migrationsexperten Münz und Kratzmann für erleichterte Zuwanderung Hochqualifizierter und mehr Willkommenskultur

Utl.: Working Group "Brain Drain - Brain Gain": Migrationsexperten
Münz und Kratzmann für erleichterte Zuwanderung
Hochqualifizierter und mehr Willkommenskultur =

Wien (OTS) - Der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF)
veranstaltete im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach 2014 eine
Breakout-Session zum Thema "Brain Drain- Brain Gain: Wirtschaftliche
Potenziale von Migration in Europa gestern und heute."

Gemeinsam mit über 100 Student/innen diskutierten Demograph Rainer
Münz, Migrationsexpertin Katerina Kratzmann, Leiterin des
Österreich-Büros der International Organization for Migration (IOM),
Nancy Polutan-Teulieres von der UN-Flüchtlingsorganisation (UNHCR)
und Hubert Neuwirth von der Austrian Development Agency (ADA) über
mögliche Auswirkungen von Migration auf das Wirtschaftspotenzial
Österreichs und analysierten die wirtschaftlichen, sozialen und
politischen Folgen von Migration.

Willkommenskultur in Österreich fördern

Der Migrationsexperte Rainer Münz betonte: "Österreich hat
Migrantinnen und Migranten einiges zu bieten. Aber wir müssen
Hochqualifizierte auch gezielt auf Österreich aufmerksam machen und
bei uns willkommen heißen. Dazu ist es nötig, bürokratische Hürden
abzubauen und mitgebrachte Qualifikationen zügig anzuerkennen.
Zugleich sollten wir noch stärker an einer ausgeprägten
Willkommenskultur arbeiten, um Zuwanderinnen und Zuwanderern einen
schnellen und erfolgreichen Start in Österreich zu ermöglichen."
Katerina Kratzmann (IOM) erklärte: "Um als Zielland für
hochqualifizierte Migrantinnen und Migranten attraktiver zu werden,
muss Österreich die Steuerung von qualifizierter Zuwanderung und den
Zugang für Gutqualifizierte erleichtern." Dass hier Aufholbedarf
bestehe, zeige sich auch in den Antragzahlen zur Rot-Weiß-Rot-Karte,
die 2013 mit 1.700 Anträgen weit hinter den erwarteten 8.000 zurück
blieb. Kratzmann ergänzte: "Es geht aber nicht nur darum,
Hochqualifizierte ins Land zu holen, sondern auch darum
gutausgebildete Personen mit Migrationshintergrund in Österreich zu
halten. In Deutschland zeigt sich etwa, dass viele Gutqualifizierte
wieder in die Heimatländer ihrer Eltern zurückkehren - hier geht
wertvolles Potenzial verloren."

Hubert Neuwirth (ADA) und Nancy Polutan-Teulieres (UNHCR) strichen
Integration als zweiseitigen Prozess heraus und betonten, dass sowohl
Zuwander/innen wie auch die Aufnahmegesellschaft gefordert seien, die
Nutzen gesteigerter Mobilität noch bewusster wahrzunehmen.

ÖIF-Stipendien für Teilnahme am Forum Alpbach vergeben

Im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach vergab der ÖIF heuer zum
zweiten Mal 15 Stipendien an Student/innen mit Migrationshintergrund.
Franz Wolf, Geschäftsführer des ÖIF: "Der Österreichische
Integrationsfonds fördert mit der Teilnahme junger Migrantinnen und
Migranten am Forum Alpbach den Zukunftsdiskurs zum Thema Integration.
Es ist das Ziel des ÖIF, junge Potenziale zu fördern und ihnen
Chancen zu eröffnen. Wir freuen uns, dass wir mit unserem
Alpbach-Stipendium erneut 15 jungen, hochmotivierten Talenten die
Teilnahme an diesem Forum ermöglichen konnten."

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