Bundesminister Rupprechter bei Sandoz in Kundl: Besonderes Augenmerk auf Nachhaltigkeit ist ein Wettbewerbsvorteil

Kundl/Wien (OTS) -

  • Ressourcenschonende Produktion von Heilmitteln "Made in Austria" für Patientinnen und Patienten in Österreich, Europa und darüber hinaus
  • Trotz deutlicher Erhöhung der Produktion und der Mitarbeiterzahl: Seit 2008 rund 14.000 Tonnen CO2 pro Jahr gespart

"Es ist erfreulich, dass ein Pionier der Biotechnologie und Arzneimittelproduktion bereits seit vielen Jahrzehnten für seine Forschung, Entwicklung und Produktion auf den Standort Tirol setzt. Solche Unternehmen sind für einen lebendigen und lebenswerten ländlichen Raum unverzichtbar", sagte Bundesminister Dipl.-Ing. Andrä Rupprechter anlässlich eines Werksbesuchs bei Sandoz in Kundl am Montag. Das Werk Kundl habe nicht nur eine lange Tradition, sondern auch eine große Zukunft in der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit modernen und hochqualitativen Medikamenten 'Made in Austria'. Von diesen Heilmitteln profitieren aufgrund der hohen Exportquote Menschen in ganz Europa und darüber hinaus.

"Internationale Wettbewerbsfähigkeit und ein vernünftiges Umweltmanagement dürfen einander nicht ausschließen. Dafür stehe ich als Umweltminister. Eine möglichst effiziente Nutzung der Rohstoffe zur Herstellung von zum Teil lebenswichtigen Arzneimitteln hier in Kundl zeigt, dass ein besonderes Augenmerk auf Nachhaltigkeit auch ein wirtschaftlicher Vorteil ist", erläuterte der Umweltminister.

Begrüßt wurde Bundesminister Rupprechter von Novartis Austria Finanzchef Mag. Hubert Hirzinger, Mitglied der Geschäftsleitung der Sandoz GmbH. Mag. Hirzinger unterstrich die Aussagen des Ministers:
"Sandoz arbeitet kontinuierlich daran, den Verbrauch natürlicher Ressourcen und den Umweltschutz zu optimieren. Dank des seit 2008 laufenden Energiemanagementprogramms sank der absolute Energiebedarf an den Tiroler Standorten Kundl und Schaftenau um rund zwölf Prozent, während im selben Zeitraum Produktionsmengen und Mitarbeiteranzahl deutlich anstiegen." Mit den seit 2008 durchgeführten Energiesparmaßnahmen werden 14.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.

Fernwärme, die aus den Produktionsprozessen gespeist wird
Die Prozessabwärme aus einigen Produktionsprozessen wird ökologisch sinnvoll wieder eingesetzt. Einerseits wird die Energie mit Hilfe eines betriebsinternen Warmwassernetzes innerhalb der Firma genutzt, andererseits werden große Mengen in das Kundler Fernwärmenetz eingespeist. Inzwischen sind mehr als 70 Prozent der Kundler Haushalte an diese nachhaltige Energiequelle angeschlossen.

Mag. Hirzinger betonte den starken internationalen Wettbewerb, dem sich die Tiroler Standorte stellen müssen. "Kundl ist der letzte vollintegrierte Produzent von Antibiotika in der westlichen Welt. Durch massive Investitionen in Forschung und Entwicklung haben wir Kundl und Schaftenau zu globalen Kompetenzzentren für Biotechnologie ausgebaut. Hier werden unter anderem Biosimilars für den Weltmarkt entwickelt und hergestellt. Dies ist ein Zukunftsbereich, in dem Sandoz Weltmarktführer ist, und die Innovationskraft aus Österreich kommt."

Der kontinuierliche Ausbau von Forschung und Entwicklung sei der Schlüssel zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit. "Ein besonderes Anliegen an die Politik ist es uns daher, dass die naturwissenschaftliche Ausbildung in den heimischen Schulen und Universitäten weiter gestärkt wird", sagte Mag. Hirzinger.

In Kundl und Schaftenau stellt Sandoz auch Medikamente für den Mutterkonzern Novartis her. Novartis ist die Nummer 1 auf dem heimischen Pharma-Markt. Eine jüngst präsentierte Studie des renommierten Wirtschaftswissenschafters Univ.-Prof Dr. MMag. Gottfried Haber zeigt, dass durch Novartis direkt österreichweite Wertschöpfungseffekte in Höhe von rund 650 Millionen Euro pro Jahr ausgelöst werden. Indirekte Effekte durch Vorleistungen (340 Millionen Euro) sowie durch die stimulierte Kaufkraft hervorgerufene Effekte von etwa 230 Millionen Euro schaffen insgesamt eine Wertschöpfung von rund 1,2 Milliarden Euro jährlich.

Sandoz erwirtschaftet 3,4 Prozent der regionalen Wertschöpfung in Tirol

Damit beläuft sich die von Novartis in Österreich direkt und durch Folgeeffekte ausgelöste Wertschöpfung auf einen Beitrag von rund 0,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Für Tirol ist die Bedeutung des Unternehmens noch höher: Sandoz allein macht 3,4 Prozent der regionalen Wertschöpfung in Tirol aus.

Ähnlich ist das Bild für die Beschäftigung: Novartis Engagement in Österreich löst direkt eine Beschäftigung von mehr als 4.600 Menschen aus. Bei Lieferanten entlang der Vorleistungskette entstehen weitere ca. 3.400 Jobs und durch Kaufkrafteffekte kommen noch rund 1.600 Arbeitsplätze quer durch alle anderen Branchen hinzu.

Österreich ist ein Hotspot für Forschung & Entwicklung (F&E) bei Novartis: An den drei Sandoz-Produktionsstandorten Kundl, Schaftenau (Gemeinde Langkampfen) und Unterach am Attersee sowie bei Novartis Pharma in Wien arbeiten knapp 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich. Das Engagement für F&E beschränkt sich aber nicht nur auf die Standorte. So ist Novartis Pharma ein großer Partner heimischer Krankenhäuser und Forschungs-Institute mit aktuell rund 50 klinischen Studien. Kumuliert belaufen sich die Investitionen in Österreich seit der Gründung von Novartis 1996 auf mehr als zwei Milliarden Euro.

Über Novartis

Novartis bietet innovative medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften einzugehen. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz) und verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen - mit innovativen Arzneimitteln, ophthalmologischen Produkten, kostengünstigen generischen Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostika zur Vorbeugung von Erkrankungen, rezeptfreien Medikamenten und tiermedizinischen Produkten. Novartis ist das einzige global tätige Unternehmen mit führenden Positionen in diesen Bereichen. Im Jahr 2013 erzielte der Konzern einen Nettoumsatz von USD 57,9 Milliarden und wies Kosten für Forschung und Entwicklung in Höhe von rund USD 9,9 Milliarden (USD 9,6 Milliarden unter Ausschluss von Wertminderungen und Abschreibungen) aus. Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 136.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vollzeitstellenäquivalente) in über 140 Ländern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com.

Die österreichische Novartis Gruppe ist in allen Kerngeschäftsbereichen tätig: Novartis Pharma GmbH, Sandoz GmbH inkl. Standort Unterach am Attersee, Novartis Consumer Health-Gebro GmbH, Alcon Ophthalmika GmbH und Novartis Animal Health für die Tiergesundheit. Als führender Pharmaproduzent, -investor und -exporteur Österreichs beschäftigte Novartis Austria 2013 mehr als 4.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, Investitionen in Produktions-Standorte und der Exportanteil bewegten sich erneut auf hohem Niveau. Das Exportgeschäft spielte insbesondere für die Unternehmen Sandoz GmbH und Novartis Animal Health GmbH eine zentrale Rolle. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.novartis.at.

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Mag. Christian Thonke, M.A.
Unternehmenssprecher
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