• 26.08.2014, 08:02:43
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Land der Söhne

Fall Ablinger zeigt: Frauenquoten bleiben in Österreich Lippenbekenntnis

Utl.: Fall Ablinger zeigt: Frauenquoten bleiben in Österreich
Lippenbekenntnis =

Wien (OTS) - Am Montag segneten die SPÖ-Gremien die Entsendung von
Walter Schopf in den Nationalrat ab und erteilten damit der selbst
verordneten Frauenquote eine Absage: Laut Parteistatuten hätte Sonja
Ablinger aufgrund des ungleichen Geschlechterverhältnisses auf das
Mandat von Barbara Prammer nachrücken müssen.

"Die engagierte Frauenpolitikerin Sonja Ablinger wäre eine würdige
Nachfolgerin für Barbara Prammer gewesen. Dass die
sozialdemokratische Partei angesichts ihres tristen Frauenanteils im
Parlament die Frauenquote ignoriert, stimmt bedenklich. Das
Bekenntnis der SPÖ zur Frauenförderung bleibt wohl ein
Lippenbekenntnis", sagte Christa Pölzlbauer, Vorsitzende des
Österreichischen Frauenrings.

Auch auf EU-Ebene hält Kanzler Faymann weiterhin an
Kommissions-Kandidat Johannes Hahn fest, obwohl sich aufgrund der
mangelnden Nominierung von Frauen die Bildung der neuen EU-Kommission
bereits verzögert. An einer Nachnominierung einer Kandidatin hat
Faymann allerdings kein Interesse, wie er in einem Interview mit den
Salzburger Nachrichten formulierte. Damit verpasst Österreich
abermals die Chance, zu einem höheren Frauenanteil in der EU-Politik
beizutragen - geeignete Kandidatinnen gäbe es zur Genüge.

"Dass Kanzler Faymann nun eine Arbeitsgruppe zum Thema Frauenquoten
in der SPÖ einberufen möchte, ist schlichtweg eine Farce. Es gibt
bereits klare Regeln im Statut, sie müssen nur eingehalten werden",
so Christa Pölzlbauer.

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