NEOS: Budgetaufstockung der Österreich Werbung ist Gebot der Stunde

Sepp Schellhorn fordert von BM Reinhold Mitterlehner "eine starke Stimme für den Tourismus"

Wien (OTS) - "Der Job- und Wirtschaftsmotor Tourismus muss aufpassen, dass er nicht ins Stocken gerät", so Wirtschafts- und Tourismussprecher Sepp Schellhorn anlässlich einer Pressekonferenz heute im NEOS Parlamentsklub. Schellhorn betonte die Relevanz der Österreich Werbung und verlangt Reformen in der Arbeitskostengestaltung.

Österreich Werbung stärken

Aufgrund des schneelosen Winters 2013/14, des verregneten Sommers 2014 und dem drohendem Ausbleiben von Touristen aus Russland und der Ukraine scheinen die Rekordwerte der Reiseverkehrsbilanz aus dem Jahr 2013 einzubrechen. Als erfahrener Hotelier und Tourismuspraktiker sieht Schellhorn das Engagement für den Tourismus von Bundeminister Reinhold Mitterlehner lediglich als ein "Feigenblatt".
"Das Werbebudget der Österreich Werbung muss auf das Niveau von 1996 aufgestockt werden und es braucht eine laufende Inflationsanpassung. Das würde für das heurige Jahr ein Budget von dzt. 50 Millionen auf etwa 63 Millionen Euro bedeuten. Hier wurde im Regierungsprogramm zwar viel versprochen, aber noch gar nichts eingehalten", kritisiert Schellhorn.

Kollektivverträge im Tourismus abschließen

Schellhorn nützt auch die Gelegenheit, um auf die fehlende Transparenz bei der Arbeitskostenübersicht am Lohnzettel bzw. die fehlenden Kollektivverträge in Hotellerie und Gastronomie zu verweisen. "In Richtung Sozialpartnerschaft will ich den Kollegen Kaske und Leitl ausrichten, dass es im Sinn der Arbeitgeber im Tourismus als auch der vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer höchst an der Zeit ist, endlich reinen Tisch zu machen. Warum ist es nicht möglich Hotellerie auf der einen Seite und Gastronomie auf der andren Seite voneinander zu trennen? Wenn es bei den Metallern gegangen ist, warum solls hier nicht funktionieren? Machen wir doch getrennte Kollektivverträge und ich bin mir sicher, dass das auch ganz im Sinn aller arbeitend Menschen im Tourismus ist. Hier verbremst sich die Sozialpartnerschaft schon seit Jahren", kritisiert Schellhorn.

Lohnzettel transparent gestalten

Schellhorn schlägt zudem vor, in der Tourismusbranche ein Pilotprojekt zu starten: unter dem Schlagwort "Transparenter Lohnzettel" sollen jeder Arbeitnehmerin und jedem Arbeitnehmer sämtliche Abgaben und Steuern mitsamt einer genauen Aufschlüsselung der Arbeitgeberanteil dargestellt werden. "Wenn du kein Steuerberater bist, bleibt der Lohnzettel ein gut gehütetes Geheimnis. Weg mit dieser Intransparenz. Ich bin mir sicher, die Wahrheit ist den Arbeitnehmer_innen zuträglich, sie sollen wissen dürfen, welche Zwangsbeiträge eigentlich sich in den Abgaben verstecken", schließt Schellhorn.

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