• 21.08.2014, 11:35:31
  • /
  • OTS0085 OTW0085

Alpbach: Bures stellt Förderprogramm für Industrie 4.0 vor

250 Millionen Euro Förderung für heimische Unternehmen und Forschungseinrichtungen

Utl.: 250 Millionen Euro Förderung für heimische Unternehmen und
Forschungseinrichtungen =

Wien (OTS/BMVIT) - Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit
Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsminister Reinhold
Mitterlehner und dem Vorsitzenden des Forschungsrates Hannes
Androsch, präsentierte Technologieministerin Doris Bures heute die
Pläne des Technologieministeriums zur Förderung heimischer
Forschungseinrichtungen und Unternehmen bei der Umstellung auf
Industrie 4.0. "Industrie 4.0 bringt starke Veränderungen von
Produktionsabläufen in den Unternehmen. Das betrifft in Österreich
tausende Betriebe in allen Regionen, nicht nur die Großen. Eine
wichtige Infrastruktur dafür habe ich bereits gesichert: mit der
Breitbandmilliarde. Als nächsten Schritt werden wir die
österreichischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit einer
Viertelmilliarde Euro bei Industrie 4.0 fördern", gab Bures bekannt.
****

Im Rahmen der Alpbacher Technologiegespräche lud die
Technologieministerin heuer bereits zum vierten Mal zum
Industriegipfel, bei dem dieses Jahr das Thema Industrie 4.0 und
damit natürlich auch die weitere Entwicklung des Innovations- und
Technologiestandorts Österreich im Mittelpunkt stand. "Meine
jährlichen Treffen mit Österreichs führenden Unternehmen sind zu
einer Institution geworden und wichtig für die Abstimmung meiner
Schwerpunkte in der Technologiepolitik", so Bures.

250 Mio. Euro für heimische Industrie

Bei der Viertelmilliarde Euro für Industrie 4.0 will Bures alle
verfügbaren Förderinstrumente nutzen: Einerseits also Förderungen
über die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), die den Abschnitt
der Ideenfindung, Forschung und Entwicklung abdecken. Weiters die
Schaffung von Orten, an denen Betriebe Industrie 4.0 erfahren und
entwickeln können. Dazu wird das bmvit gemeinsam mit der TU-Wien die
erste Pilotfabrik Österreichs gründen. Etliche österreichische
Unternehmen werden sich daran beteiligen und die Pilotfabrik wird
schon 2015 starten. Das dritte Förderinstrument ist die Austria
Wirtschaftsservice GmbH (aws). Produzierende Unternehmen haben bei
Industrie 4.0 neben hohen Forschungsausgaben auch Investitionen in
neue Maschinen und moderne Hard- und Software zu tragen. Dafür plant
Bures gemeinsam mit der aws ab 2015 Investitionszuschüsse von bis zu
500.000 Euro pro Unternehmen.

Weiters haben sich Bures und die Vorstände der, am Industriegipfel
vertretenen Unternehmen im vergangenen Jahr auf die Schaffung von
Stiftungsprofessuren für Industrie 4.0-Entwicklungen bei Werkstoffen
und Produktionstechnologien verständigt. Für diese
Stiftungsprofessuren stellt das bmvit 4 Mio. Euro zur Verfügung, eine
weitere Million kommt von der Marshall-Plan-Stiftung. Für die drei
Professuren gibt es acht Bewerbungen von heimischen Universitäten, am
12. September tritt die Jury zur Entscheidung zusammen.

Strategie für geistiges Eigentum

Ein gemeinsames Projekt des bmvit und des BMWFW ist die Entwicklung
einer Strategie für den Schutz und die Nutzung von geistigem
Eigentum. "Wie im Regierungsübereinkommen vorgesehen, erarbeiten wir
gemeinsam eine Strategie für den Schutz und die Nutzung von geistigem
Eigentum. Das ist für Österreichs Wirtschaft eine wichtige
Zukunftsfrage", so Bures angesichts der anstehenden Einführung des
EU-Patents.

Vom EU-Patent werden viele österreichische Unternehmen profitieren:
Sie können ihre Patente leichter und günstiger in der gesamten
Europäischen Union anmelden. Dadurch werden aber auch mehr
ausländische Unternehmen mit ihren Patenten nach Österreich kommen.
"Wir werden dafür sorgen, dass diese Entwicklungen unsere Unternehmen
nicht unvorbereitet treffen. Unser Ziel ist es, dass alle heimischen
Unternehmen fit für das EU-Patent werden und auch Klein- und
Mittelbetriebe mit geistigem Eigentum professionell umgehen können.
Dafür werden wir den Unternehmen umfangreiche Services anbieten und
sicherstellen, dass Schutzrechte bei Förderungen künftig stärker
berücksichtigt werden", so Bures abschließend. (Schluss)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVM

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel